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Nicolai Tietze Kolumne
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DAX: Die Unsicherheit schwingt weiter mit

Nicolai Tietze (x-markets)Trotz der jüngsten Erholung, bleibt die Lage an den Börsen angespannt. Mit einer Konjunkturverbesserung in Europa oder dem anhaltenden US-Aufschwung sind mögliche Kurstreiber vorhanden. Allerdings dürfte angesichts der Unsicherheiten über die Wachstumsdynamik in China und Turbulenzen in einigen Schwellenländern auch eine große Portion an Angst vor Kursstürzen mitschwingen.

Die Aktienmärkte zeigten sich nach einer zwischenzeitlichen Kurskorrektur zuletzt deutlich erholt. Dabei waren es Sorgen vor einer abnehmenden Wachstumsdynamik in einigen Schwellenländern, die für Unruhe bei den Börsianern gesorgt hatten. Gleichzeitig blieb auch die Befürchtung, dass die US-Notenbank Fed angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung, den Ausstieg aus dem aktuellen Anleihekaufprogramm zu früh beschlossen haben könnte. Schließlich fielen die beiden letzten Arbeitsmarktberichte in den USA sehr enttäuschend aus. Erst die kommenden Berichte werden jedoch zeigen können, ob diese Schwäche dem ungewöhnlich kalten Winter oder einer abnehmenden Dynamik bei der Erholung der US-Wirtschaft geschuldet war.

Angesichts dieser Unsicherheiten ist es positiv zu werten, dass in Europa einige Hinweise auf eine wirtschaftliche Erholung ausgemacht werden konnten. Genau auf eine solche Erholung hoffen die europäischen Unternehmen, um deutlich mehr Wachstum generieren zu können als dies in den vergangenen Jahren der Fall war. Dabei konnte gerade in der größten europäischen Volkswirtschaft eine Stimmungsaufhellung registriert werden. Wie das ifo Institut am 24. Februar mitteilte, stieg der ifo Geschäftsklimaindex, immerhin das wichtigste Barometer für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft, im Februar im Vergleich zum Vormonat von 110,6 auf 111,3 Punkte.

Es ist jedoch nicht nur die positive Entwicklung der deutschen Wirtschaft, die auf eine Konjunkturerholung in ganz Europa hoffen lässt. Fast unbemerkt von den Aktienmärkten gab es in Italien einen Wechsel an der Regierungsspitze. Wo vor nicht allzu langer Zeit Turbulenzen und Sorgen vor einem erneuten Aufflammen der Eurokrise aufgekommen wären, konnte der neue Ministerpräsident Matteo Renzi seinen Parteikollegen Enrico Letta ohne größere Probleme ablösen. Es ist nicht nur so, dass der Wechsel an der Spitze nicht wie früher für Chaos gesorgt hatte. Vielmehr scheint man an den Märkten dem jungen Renzi es eher zuzutrauen, in der drittgrößten europäischen Wirtschaft die notwendigen Reformen durchzusetzen.

Auch wenn sich in Europa eine Erholung abzeichnet und die US-Wirtschaft trotz der jüngsten Schwächen am Arbeitsmarkt auf Wachstumskurs bleibt, lauern genügend gefahren im Hintergrund, die eine weitere Rekordjagd bei wichtigen Indizes wie dem DAX, Dow Jones oder S&P 500 verhindern könnten. Dabei spielen unter anderem Sorgen mit, dass das chinesische Wachstum weiter an Schwung verlieren könnte und sich die Probleme am Kreditmarkt noch stärker am Immobilienmarkt bemerkbar machen könnten. Gleichzeitig stellen politische Konflikte wie zuletzt in der Ukraine eine Bedrohung für die Wirtschaft dar. Nach dem politischen Wandel ist in dem Land vorerst Ruhe eingekehrt. Allerdings ist es noch nicht abzusehen, ob der IWF und einzelne westliche Staaten der finanziell angeschlagenen Ukraine wieder auf die Beine helfen können. Eine mögliche Staatspleite würde dabei große Risiken für die Aktienmärkte bereithalten.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse beim DAX erwarten, können mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DX1T5G) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,29, die Knock-Out-Schwelle bei 6.830 Indexpunkten. Wer aber als spekulativer Anleger eher short orientiert ist und auf fallende DAX-Kurse setzen möchte, erhält mit einem Wave XXL-Put der Deutsche Bank (WKN DX7C19, aktueller Hebel 3,13; Knock-Out-Schwelle bei 12.480 Indexpunkten) die Gelegenheit dazu.
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