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Wochenrückblick KW17: Commerzbank im schlechtem Umfeld, Berichtssaison im Blick

Die Achterbahnfahrt an den Börsen geht auch über Ostern weiter. Doch von großer Korrektur, wie vielfach vermutet wurde, ist bislang nichts zu sehen. Neben dem geopolitischen Dauerbrenner Ukraine sorgt vor allem die Notenbankpolitik für Unruhe. Wird die Fed die Anleihekäufe wirklich weiter senken oder setzt sie eine Sitzung aus. Startet im Gegenzug die EZB ein eigenes Anleiheaufkaufprogramm oder senkt sie die Zinsen vollends auf Null. Fragen über Fragen, die die Börsianer gerne beantwortet hätten. Auch die vielen, weitgehend positiv ausgefallenen, Quartalszahlen erfreuen die Anleger nur kurz. Immerhin blieben die Hiobsbotschaften aus dem Technologiesektor aus, was beruhigend wirkt.
Bei den Einzelwerten rückt mal wieder die Commerzbank (WKN CBK100) ins Zentrum des Geschehens. Nach dem kurzzeitigen Ausbruch der Aktie über 14 Euro ist der Optimismus von vor zwei Wochen wieder verflogen. Kurse knapp über 12 Euro machen jedoch keinen Bullen auf Dauer glücklich. Entscheidend sind die vielen kleinen, negativen Nachrichten. Jüngst etwa die Querelen um den abgesetzten Personalchef. Die einzig positive Meldung kam derweil von der Direktbank-Tochter comdirect (WKN 542800). Dank reger Handelsaktivitäten ihrer Kundschaft konnte die Bank ordentliche Quartalszahlen berichten. Es bleibt zu hoffen, dass dies der Konzernmutter auch gelingt. Bis dahin stehen der Aktie jedoch wenig Impulse ins Haus. Eventuell bringen die Zahlen der Deutschen Bank (WKN 514000) den kleineren Wettbewerber auf Trab, aber sicher ist dies keineswegs, denn die Deutsche Bank dürfte eher negativ, denn positiv überraschen.

Aus Deutschland

Der Kasseler Salz- und Düngemittelhersteller K+S (WKN KSAG88) wird seine Ergebnisse zum ersten Quartal 2014 erst am 14. Mai präsentieren. Bis dahin liefern jedoch die Spekulationen um eine mögliche Neuauflage einer russisch-weißrussischen Kali-Vertriebsallianz und die jüngsten Geschäftsergebnisse einiger Branchenkonkurrenten genügend Impulse. Dabei konnten positive Signale vonseiten von Potash (WKN 878149) vernommen werden.
Interessante Anlagechancen ergeben sich derzeit beim Getränkeverpackungsspezialisten Krones (WKN 633500). Mehr dazu aus Sicht von Point&Figure sowie eine passende Anlageidee finden sich in unserem aktuellen Newsletter. Wer die kostenfreie "Die Börsenblogger D-A-CH Rundschau" jede Woche automatisch beziehen möchte, kann sich hier anmelden.
Die noch junge Börsengeschichte der ehemaligen Siemens-Lichttochter Osram (WKN LED400) kannte bisher fast nur Höhen. Allerdings musste die inzwischen im MDAX gelistete Aktie zuletzt auch wegen der allgemeinen Marktturbulenzen eine Korrektur von fast 20 Prozent hinnehmen. Gleichzeitig stimmen die jüngsten Quartalsergebnisse einiger Unternehmen aus der Branche für die am 30. April geplante Bekanntgabe der Osram-Ergebnisse zum zweiten Geschäftsquartal nicht gerade optimistisch. Damit ergeben sich aber auch Chancen für positive Überraschungen.
Nachdem auch die Aktie des Hamburger Biotechnologieunternehmens Evotec (WKN 566480) unter der starken Korrektur bei den großen US-Biotech-Werten leiden musste, scheint nun eine Erholungsrallye immer besser in Schwung zu kommen. Dazu sollte auch der jüngste Meilenstein beitragen.

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Favoritenwechsel
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