Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat nach den weiteren geldpolitischen Lockerungen seitens der Europäischen Zentralbank (EZB) ihr Urteil über die Anlageklasse Aktien für die nächsten drei Monate von "Neutral" auf "Overweight" angehoben. Diese Einstufung entspreche nun auch seiner entsprechend positiven Zwölfmonatseinschätzung, schreibt Analyst Anders Nielsen in einer am Montag veröffentlichten Studie. Regional macht er jedoch Unterschiede: Außer für Japan hob er auch die Index-Ziele an. Das Risiko für Aktien aufgrund höherer Renditen von Staatsanleihen sei seit der Senkung der Leitzinsen durch die EZB und den angekündigten neuen Schritten nun weniger immanent.
Da nach Ansicht von Nielsen die Einschätzung der EZB zu künftigem Wachstum und zur Inflation bereits weitgehend in den Aktienkursen eingepreist ist, sollte der Nettoeffekt positiv für die Aktienmärkte sein. Sowohl das Ergebniswachstum der Unternehmen als auch Dividenden und höhere Risikoprämien werden die Rückflüsse an die Aktionäre stützen, schreibt er.
Regional betrachtet bleibt der Experte für Europa beim "Overweight"-Rating. Japan senkte er nach einer starken Aufwärtsbewegung in den vergangenen Monaten angesichts des gesamtwirtschaftlichen Gegenwinds nun auf "Underweight". Asien ex Japan hob er auf "Overweight" und rechnet unter anderem mit Auftrieb für diese Aktien durch die Initiative Hongkong Shanghai Stock Connect, deren Ziel es ist, Handelsbarrieren zwischen den beiden Börsen abzubauen. US-Aktien hob er zudem auf "Neutral", um dem robusten Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten Rechnung zu tragen.
Mit Blick auf einzelne Indizes hob Goldman Sachs das nun weiter
in die Zukunft übertragene Dreimonatsziel für den Stoxx Europe 600
Unter den einzelnen Branchen im Stoxx Europe 600 hoben die
Experten außerdem den Chemiesektor
Für die Branchen Banken
ISIN GB0001383545 EU0009658145 EU0009658160
AXC0119 2014-09-08/14:36
