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dpa-AFX
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ROUNDUP: Trübe Stimmung in Unternehmen setzt EZB unter Druck

Neuer Rückschlag für die Konjunktur im angeschlagenen Euroraum: Die Stimmung in den Unternehmen ist im November überraschend auf den tiefsten Stand seit über einem Jahr zurückgefallen. Wie das Forschungsinstitut Markit am Donnerstag mitteilte, rutschte der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex um 0,7 Punkte auf 51,4 Zähler. Dies ist der niedrigste Wert seit Juli 2013. Bankvolkswirte hatten hingegen einen Zuwachs auf 52,3 Punkte erwartet. Vor allem in der größten Euro-Volkswirtschaft Deutschland trübte sich die Stimmung in den Unternehmen spürbar ein. Der Euro fiel nach den Daten auf ein Tagestief.

"Mit dem Rückgang des Stimmungsindikators auf ein 16-Monatstief steigt das Risiko, dass die Eurozone wieder schrumpft", warnte Markit-Chefökonom Chris Williamson. "Die miserablen Umfragedaten werden jedenfalls den Druck auf die EZB erhöhen, mehr für die Ankurbelung der Wirtschaft zu unternehmen, noch bevor sich die Effektivität der bereits eingeleiteten Initiativen erwiesen hat."

EXPERTEN ERWARTEN KAUF VON STAATSANLEIHEN DURCH DIE EZB

Zuletzt hatte die Europäische Zentralbank (EZB) im Juni und September zahlreiche Maßnahmen zur Ankurbelung der lahmenden Konjunktur beschlossen. Darunter fiel auch der Kauf von Kreditverbriefungen (ABS) und gedeckten Schuldverschreibungen (Covered Bonds). Unter Experten gibt es aber die Einschätzung, dass die Maßnahmen der Währungshüter nicht ausreichen und ein breitangelegter Kauf von Staatsanleihen durch die EZB nur noch eine Frage der Zeit ist.

So meinte beispielsweise Experte Christoph Weil von der Commerzbank: "Die EZB wird die Geldpolitik weiter lockern und am Ende in großem Umfang auch Staatsanleihen kaufen." Weil sieht sich durch die Daten in seiner Einschätzung bestätigt, dass sich die Wirtschaft im Euroraum nur quälend langsam erholen wird.

ÜBERRASCHENDER RÜCKSCHLAG IN DEUTSCHLAND

Besonders überraschend war ein Rückschlag in Deutschland. In der größten Euro-Volkswirtschaft trübte sich sich die Stimmung in der Industrie spürbar ein. Hier fiel der Indikator überraschend bis auf die Expansionsschwelle von 50 Punkten. Nur Werte oberhalb der Marke deuten auf Wachstum hin. Auch der Bereich Dienstleistungen habe an Dynamik verloren, hieß es in einer Einschätzung von Markit.

Die Forscher erklärten die schwachen Deutschland-Daten damit, dass die Unternehmen unter einer wirtschaftlichen Unsicherheit und einer gesunkenen Nachfrage aus dem In- und Ausland leiden. Markit-Experte Oliver Kolodseike zeigte sich besorgt über eine Kombination aus schwachen Wirtschaftswachstum, anhaltender Überkapazität und dem Mangel an neuen Aufträgen. Seiner Einschätzung nach dürfte die deutsche Wirtschaft auch im Schlussquartal kein nennenswertes Wachstum erzielen.

SCHWACHES JAHRESENDE 2014 UND BESSERE AUSSICHTEN FÜR 2015

Trotz des Dämpfers in Deutschland hinkt Frankreich dem Nachbarland nach wie vor hinterher. In der zweitgrößten Euro-Volkswirtschaft trübte sich die Stimmung in der Industrie ebenfalls überraschend weiter ein. Immerhin zeigte sich ein leichter Hoffnungsschimmer im französischen Dienstleistungsgewerbe, wo sich die Stimmung etwas stärker als erwartet aufhellte.

Volkswirt Robert Wood von der Berenberg Bank sieht die Eurozone trotz des Stimmungsdämpfers dennoch unverändert auf einem Wachstumspfad. Seiner Einschätzung nach sind die schwachen Ergebnisse der November-Umfrage mit externen Faktoren wie den internationalen Krisenherde zu erklären. Diese werden aber langsam wieder abklingen. Dagegen dürften die Maßnahmen der EZB, der schwache Euro und die günstigen Ölpreise künftig auf die Stimmung in den Unternehmen durchschlagen und eine bessere Konjunktur zu Beginn des neuen Jahres versprechen.

Die Daten im Überblick:

Region/Index    November  Prognose    Vormonat

EURORAUM
Gesamt                 51,4         52,3           52,1
Verarb. Gew.          50,4         50,8           50,6
Dienste                 51,3         52,4           52,3

DEUTSCHLAND
Verarb. Gew.          50,0          51,5           51,4
Dienste                 52,1          54,5           54,4

FRANKREICH
Verarb. Gew.          47,6          48,8           48,5
Dienste                 48,8          48,5           48,3

(Angaben in Punkten)

/jkr/fr/fbr

AXC0116 2014-11-20/12:09

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