Von Friedrich Geiger und Christian Grimm
BERLIN--E.ON-Chef Johannes Teyssen ist optimistisch, dass der Abriss der sieben Atomkraftwerke des Energiekonzerns mit den geplanten Rückstellungen bezahlt werden kann. "Wir bauen schon zwei Kernkraftwerke zurück und sind überzeugt, dass die Rückstellungen für den Rückbau aller unserer Kernkraftwerke ausreichen", sagte Teyssen am Dienstag in Berlin.
Nach Bekanntgabe der Aufspaltung des Großversorgers war die Befürchtung laut geworden, die Düsseldorfer wollten sich von ihrem Kraftwerkspark trennen, um die Risiken aus dem Atomausstieg loszuwerden. Die Grünen-Energieexpertin Bärbel Höhn sprach von einer Bad Bank und warnte davor, dass die Rückstellungen zu niedrig sein könnten. Am Ende, so Höhn, könnte es den Steuerzahler treffen, der für den Abbau der Meiler und die Entsorgung der radioaktiven Brennstäbe teilweise gerade stehen müsste.
Der E.ON-Vorstandsvorsitzende verteidigte sich gegen die Kritik Höhns. Nach Betriebsprüfung habe das Unternehmen sogar Rückstellungen aufgelöst, weil sie die Behörden als zu hoch bewertet hätten.
Der Stromkonzern hat bisher 14,5 Milliarden Euro für den Rückbau seiner Kernkraftwerke bei Seite gelegt. Sie sollen auf den abzuspaltenden Unternehmensteil übertragen werden.
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December 02, 2014 08:36 ET (13:36 GMT)
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