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MORNING BRIEFING - USA/Asien -2-

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires

TAGESTHEMA

Die US-Notenbank hat das Signalwort "geduldig" aus ihrem Statement gestrichen und damit die letzte sprachliche Barriere für eine Zinserhöhung aus dem Weg geräumt. Erst wenn einigermaßen sicher ist, dass die Inflation sich mittelfristig wieder auf das Ziel der Fed von 2 Prozent zubewegt, wollen die Währungshüter handeln. Fed-Chefin Yellen machte klar, dass der weitere Zinspfad von den Konjunkturdaten abhängt. Viele Investoren tippen auf den Juni oder September als die wahrscheinlichsten Termine für eine Zinserhöhung, eine Sichtweise, zu der Fed-Vertreter zuletzt ermutigt haben. In der Pressekonferenz sagte Yellen, "eine Zinserhöhung im Juni ist nicht zwingend, aber möglich". Das Lohnwachstum sei weiter schleppend, die zyklische Schwäche dauere an. Eine Straffung schon im April sei vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Lage "unwahrscheinlich"", fügte Yellen hinzu. Zwar hielten die Geldpolitiker an ihrem Plan fest, in diesem Jahr die Zinsen zu erhöhen, doch bei der Frage, wie steil der Zinspfad ausfallen wird, schraubten sie ihre Erwartungen deutlich zurück. Der Hauptgrund dafür ist der weiter niedrige Inflationsdruck in den USA. Bis Ende dieses Jahres rechnen die Fed-Vertreter nur noch mit einem Leitzins von 0,625 Prozent, deutlich niedriger als die Dezember-Projektion von 1,125 Prozent. Bis zu Jahresende 2016 wird der Leitzins demnach nur auf 1,875 Prozent steigen und bis Ende 2017 auf 3,125 Prozent. "Taubenhaft bis auf die Knochen", lautete das Urteil der Ökonomen von BNP Paribas zur Kommunikation der Fed. "Nach dem ganzen Tamtam scheint die Fed eingeknickt zu sein", meinten die Experten der ANZ Bank. "Die jüngste Serie von schwachen US-Wirtschaftsdaten dürfte der Hauptgrund sein."

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

In den USA veröffentlichen u.a. folgende Unternehmen Geschäftszahlen

21:15 US/Nike Inc, Ergebnis 3Q, Beaverton

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
    13:30 Leistungsbilanz 4Q 
          PROGNOSE: -103,20 Mrd USD 
          zuvor:    -100,26 Mrd USD 
    13:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) 
          PROGNOSE: 292.000 
          zuvor:    289.000 
    15:00 Philadelphia-Fed-Index März 
          PROGNOSE: +7,0 
          zuvor:    +5,2 
    15:00 Index der Frühindikatoren Februar 
          PROGNOSE: +0,2% gg Vm 
          zuvor:    +0,2% gg Vm 
 
 

ÜBERSICHT INDIZES

INDEX                     Stand   +/- % 
S&P-500-Future         2.098,20  +0,27% 
Nikkei-225            19.476,56  -0,35% 
Hang-Seng-Index       24.402,65  +1,17% 
Shanghai-Composite     3.575,00  -0,06% 
S&P/ASX 200            5.950,80  +1,86% 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Die neue Wortwahl der US-Notenbank sorgt für Kauflaune. Sie hat in ihrem geldpolitischen Ausblick zwar das Signalwort "geduldig" mit Blick auf Zinserhöhungen gestrichen, zugleich aber betont, es weiter nicht eilig zu haben mit der ersten Zinserhöhung seit Jahren. An den Finanzmärkten wird das dahingehend interpretiert, dass es frühestens im Juni soweit sein wird, womöglich auch erst später. Unterstrichen werde diese Erwartung durch einen überraschend gedämpft ausgefallenen Wirtschaftsausblick der US-Währungshüter, unter anderem mit einer gesenkten BIP-Prognose für 2015, heißt es. Gegen die Tendenz bewegt sich der Nikkei-Index in Tokio kaum. Hier sprechen Händler von Gewinnmitnahmen und Verkäufen wegen des gestiegenen Yen, der ungünstig ist für japanische Exportunternehmen. Für Furore und eine ganze Rehe positiver Analystenkommentare in Tokio sorgt weiter die Zusammenarbeit von Nintendo mit DeNA. Nachdem beide Aktien am Vortag nach dem Erreichen des maximalen Tageslimit von plus 21 Prozent ausgesetzt waren, ziehen Nintendo nun um weitere 13 Prozent an. DeNA sind erneut "Limit-up" und deswegen ausgesetzt. Experten rechnen mit sich dramatisch verbessernden Gewinnen beider Unternehmen. Schlechte Nachrichten werden in Hongkong bei Geely als Kaufgelegenheit gesehen. Geely gewinnen 5,8 Prozent.

US-NACHBÖRSE

Ein unerwartet gut ausgefallener Geschäftsbericht hat den Kurs von Guess am Mittwoch nachbörslich in den USA um 11,4 Prozent nach obe getrieben. Shoe Carnival profitierten ebenfalls von einem gut ausgefallenen Quartalsbericht und legten um 10 Prozent zu. Für Williams-Sonoma ging es dagegen um 3,2 Prozent nach unten, nachdem der Küchenausrüster mit einem enttäuschenden Gewinnausblick überrascht hatte.

WALL STREET

INDEX           zuletzt  +/- %  absolut 
DJIA          18.076,19   1,27   227,11 
S&P-500        2.099,42   1,21    25,14 
Nasdaq-Comp.   4.982,83   0,92    45,39 
Nasdaq-100     4.422,50   1,07    46,88 
 
                               Vortag 
Umsatz NYSE (Aktien) 883 Mio   716 Mio 
Gewinner             2.600 
Verlierer              586 
Unverändert             64 

Mit Erleichterung haben die US-Finanzmärkte am Mittwoch auf das Ergebnis der US-Notenbanksitzung reagiert. Zwar hat die Fed das Signalwort "geduldig" aus ihrem Begleitkommentar gestrichen, eine baldige Zinserhöhung scheint aber dennoch nicht zu erwarten zu sein angesichts eines insgesamt taubenhaft klingenden Statements der Notenbank. Daraufhin drehten die Aktienkurse kräftig ins Plus. Oracle gewannen 2,9 Prozent, nachdem der SAP-Konkurrent am Vorabend Quartalszahlen vorgelegt hatte. Umsatz und Ergebnis unterschieden sich zwar kaum von den Vorjahreswerten, der Markt honorierte aber, dass Oracle eine höhere Dividende ankündigte. Adobe ermäßigten sich um 3,5 Prozent. Das Unternehmen hat im ersten Geschäftsquartal weniger Kunden gewonnen als erwartet. FedEx hat zwar in seinem dritten Geschäftsquartal mehr verdient als erwartet, beim Umsatz aber die Erwartungen verfehlt. Das drückte die Aktie um 1,4 Prozent. Eine Rückrufaktion belastete Kraft Foods; die Aktie blieb mit plus 0,3 Prozent hinter dem Markt zurück. Die Kaffeehauskette Starbucks plant einen Aktiensplit im Verhältnis 1:2. Am 9. April werden Anleger doppelt so viele Starbucks-Aktion in ihren Depots vorfinden wie am Tag zuvor. Die Aktie stieg um 1,5 Prozent.

TREASURYS

Laufzeit       Kurs      Änderung     Rendite   Änderung in Bp 
10-Jährige     100-16/32  +1-1/32      1,945%    -11,4BP 
30-Jährige     99-25/32   +1-23/32     2,534%    -10,6BP 

Die Anleihekurse legten kräftig zu, die Renditen fielen also, weil die erste Zinserhöhung seit Jahren in den USA weiter auf sich warten lässt. Die US-Anleihen profitierten allerdings auch davon, dass sie höhere Renditen bieten als Staatspapiere europäischer Emittenten ähnlicher Bonität.

DEVISEN

DEVISEN  zuletzt  +/- %  0.00 Uhr  Mi, 10.11 Uhr 
EUR/USD   1,0781  -0,4%    1,0827         1,0608 
EUR/JPY   129,89  -0,3%    130,26         128,60 
USD/JPY   120,47  +0,2%    120,29         121,25 
USD/KRW  1116,33  +0,4%   1111,89        1129,56 
USD/CNY   6,1951  -0,5%    6,2287         6,2294 
AUD/USD   0,7728  -0,3%    0,7753         0,7598 
 

Die Aussagen der US-Notenbank ließen den Dollar auf breiter Front deutlich abwerten. Der Euro zog steil an und überwand kurz nach der Schlussglocke an der Wall Street zeitweise die Marke von 1,10 Dollar. Im Tagestief hatte die Gemeinschaftswährung 1,0579 Dollar gekostet. Am frühen Donnerstag zeigen sich die meisten Kurse wieder beruhigt, wohl auch, weil die Ausführungen der US-Notenbank letztlich nicht allzu überraschend ausfielen. So liegt der Euro wieder bei knapp 1,08 Dollar. Gleichzeitig geht der Dollar mit 120,53 Yen um, nach einem zwischenzeitlichen Abtaucher am Mittwoch auf 119,50 Yen. Damit liegt er ebenfalls wieder in etwa auf dem Niveau, das er vor den Ausführungen von Fed-Chefin Janet Yellen innehatte. Ähnliches gilt für den Austral-Dollar. Die indische Rupie verteidigt derweil ihr erhöhtes Niveau.

++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

Sorte/Handelsplatz  aktuell  Vortag (Settlmt)  Bewegung %  Bewegung abs. 
WTI/Nymex           43,54     44,66             -2,51       -1,12 
Brent/ICE           55,38     55,91             -0,95       -0,53 
 

Der Ölpreis litt am Mittwoch anfangs unter der anhaltenden Ölschwemme. Das US-Energieministerium hatte abermals rekordhohe Rohölvorräte gemeldet, was den Preis für ein Barrel Rohöl der US-Sorte WTI zeitweise bis auf 42,03 Dollar drückte. Die Aussagen der US-Notenbank und die darauf folgende Dollarschwäche leiteten dann aber eine rasante Erholung ein: Zum US-Settlement kostete WTI 44,66 Dollar und damit 2,8 Prozent bzw 1,20 Dollar mehr als am Vorabend. Brentöl verteuerte sich um 4,5 Prozent bzw 2,40 Dollar auf 55,91 Dollar. In Asien kommen die Preise im Zuge der Erholung des Dollar von ihren Hochs wieder etwas zurück. So kostet das Barrel Brent-Öl 55,34 Dollar und WTI 43,47 Dollar.

METALLE

Metall              aktuell        Vortag  Bewegung %  Bewegung abs. 
Gold (Spot)        1.172,58      1.168,30    +0,4%          +4,28 
Silber (Spot)         16,00         15,97    +0,2%          +0,03 
Platin (Spot)      1.128,05      1.115,90    +1,1%         +12,15 
Kupfer-Future          2,61          2,58    +1,4%          +0,04 
 

Der Goldpreis erholte sich zum US-Settlement nur um 0,3 Prozent bzw 3,10 Dollar auf 1.151,30 Dollar. In Reaktion auf die kurz danach veröffentlichte Fed-Stellungnahme und die Abwertung des Dollar zog er im elektronischen Handel dann auf 1.176 Dollar an. Das zinslos gehaltene Gold profitiert davon, dass die Zinsen in den USA kurzfristig wohl nicht steigen werden.

MELDUNGEN SEIT MITTWOCH 20.00 UHR

KONJUNKTUR NEUSEELAND

Das neuseeländische BIP ist im vierten Quartal zum Vorjahr um 3,5 Prozent gewachsen, etwas stärker als mit 3,4 Prozent erwartet.

SHARP

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

March 19, 2015 02:55 ET (06:55 GMT)

plant einem Zeitungsbericht zufolge einen weiteren umfassenden Stellenabbau. Das Unternehmen, dem für das laufende Geschäftsjahr voraussichtlich ein Verlust von umgerechnet rund 770 Millionen Euro ins Haus steht, will demnach mehr als 10 Prozent seiner japanischen Belegschaft loswerden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/gos

(END) Dow Jones Newswires

March 19, 2015 02:55 ET (06:55 GMT)

Copyright (c) 2015 Dow Jones & Company, Inc.

© 2015 Dow Jones News
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