Dem deutschen Aktienmarkt droht am Freitag
ein weiterer Rückschlag. Die nervenzehrende Hängepartie um
Griechenlands Schuldentilgung und nun auch der bevorstehende
US-Arbeitsmarktbericht machen Zurückhaltung zum Gebot der Stunde.
Für den Dax
Der Blick auf den Vortag mahnt jedoch zur Vorsicht. Hier war der
deutsche Leitindex im frühen Feiertagshandel zunächst um gut zwei
Prozent eingeknickt, bevor er im ruhigen Geschäft zeitweise gar den
Dreh ins Plus schaffte. Die Anleger bleiben nervös - nicht zuletzt
auch wegen starker Ausschläge an den Anleihenmärkten und im Euro.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
KEIN GRIECHENLAND-SPITZENTREFFEN
Entgegen erster Planungen soll es am heutigen Freitag nun doch kein Spitzentreffen auf EU-Ebene zur Lösung der griechischen Finanzkrise in Brüssel geben. Das verlautete am Donnerstagabend aus EU-Kreisen. Die jüngste Entwicklung wie etwa die Bündelung der an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zu zahlenden Tilgungsraten sei kein gutes Zeichen. Es werde jetzt noch schwieriger, hieß es.
Tags zuvor hatte Athen vom IWF einen kurzen Zahlungsaufschub erhalten. Die vier im Juni fälligen Tilgungsraten dürfen gebündelt bis 30. Juni gezahlt werden. Den Devisenexperten der Commerzbank zufolge sollten sich die Anleger darauf einstellen, dass sich der Markt bis Ende Juni vermehrt mit einem möglichen Scheitern der Verhandlungen auseinandersetzt.
ÜBERNAHMEFANTASIE BEI MTU UND DRILLISCH
Bei ruhiger Nachrichtenlage aus den Unternehmen sollten vor
allem MTU
Die Experten der US-Investmentbank weisen auf die Widerbelebung der Übernahmeaktivitäten hin und setzen dies in Europa in einem Portfolio mit wahrscheinlichen Zielen um. Sie sehen bei dem Münchner Triebwerksbauer MTU und bei dem Mobilfunkanbieter aus dem TecDax die größten Chancen bei den wichtigsten deutschen Aktienwerten und zählen diese zu der sogenannten "Nummer 1"-Kategorie./ag/zb
ISIN DE0008469008 EU0009658145 DE0007203275 DE0008467416
AXC0041 2015-06-05/08:21
