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MÄRKTE EUROPA/Neue Zementehe vertreibt Zeit bis zum Fed-Entscheid

Von Thomas Leppert

FRANKFURT (Dow Jones)--Mit steigenden Kursen sind die Börsen in Europa in den Handel am Mittwoch gestartet. Die Berichtssaison sorgt für teils deutliche Kursbewegungen. Aber auch das Übernahmekarussell dreht sich, nach LafargeHolcim wollen sich nun HeidelbergCement und Italcementi vereinen. Der wichtigste Termin des Tages, die Zinsentscheidung der US-Notenbank, steht allerdings erst nach Handelsschluss in Europa an. Der DAX gewinnt im frühen Geschäft 0,1 Prozent auf 11.184 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,3 Prozent auf 3.564 Zähler nach oben. Derweil könnte der kriesenbedingt noch immer ausgesetzte Handel an der Athener Börse in den kommenden Tagen wieder aufgenommen werden, ist im Handel zu vernehmen.

Die Frage, die sich an den Börsen gestellt wird, lautet: Wird die Fed im September oder erst im Dezember das erste Mal nach acht Jahren die Zinsen anheben? Die jüngsten Wirtschaftsdaten aus den USA hatten angedeutet, dass die Konjunktur an Fahrt verliert und sich das Umfeld für eine Zinserhöhung damit eintrübt. Auch am Immobilienmarkt läuft es nicht rund und mit China schwächelt die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt.

Ein Blick auf die Zinskontrakte am US-Terminmarkt zeigt, dass dort mit einer ersten Anhebung der Zinsen per September mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent gerechnet wird, per Dezember mit 70 Prozent. Sollte sich nun die Fed bereits für den frühen Termin entscheiden, sollte zumindest der Dollar erneut fester tendieren. Es gibt allerdings auch eine Wahrscheinlichkeit, dass sich Fed-Chefin Janet Yellen alle Türen offen hält und damit die Spekulation um den ersten Zinsschritt weiter am Leben bleibt.

Nach dem Zusammenschluss von Lafarge und Holcim ist bereits mit weiteren Zusammenschlüssen in der Branche gerechnet worden, da die Unternehmen Kosten sparen können und eine bessere Preisgestaltung erhalten - zum Wohle der Aktionäre. Allerdings dürfte sich der Jahresumsatz von HeidelbergCement durch die Übernahme von Italcementi "nur" um gut 4 Milliarden Euro auf geschätzte 16,5 Milliarden Euro erhöhen.

"Der ganz große Deal ist das also nicht", sagt der Händler. Zudem sei Italcementi auf "derzeit schwierige" Absatzmärkte wie Italien, Frankreich und Ägypten fokussiert. An der Börse wird befürchtet, dass die Heidelberger eine Kapitalerhöhung durchführen, um den Kauf zu stemmen. Die Aktie verliert im frühen Handel 4 Prozent. Getrieben durch die hohe Prämie, der Kauf wird an der Börse als nicht billig eingestuft, haussiert die Aktie von Italcementi um knapp 50 Prozent.

Die "sehr guten" Ergebnisse von Bayer würden von Aufwendungen über 900 Millionen Euro etwas eingetrübt, sagt ein Händler. Operativ seien die Geschäfte jedoch im zweiten Quartal überraschend gut gelaufen. Der Aktie legt um knapp 4 Prozent zu. Linde verlieren nach den gesenkten Zielen für die Sparte Engineering 1,5 Prozent an Wert. "Nach dem schwachen ersten Quartal in diesem Segment hat sich die Nachfrage im zweiten Quartal nicht erholt." Vor allem der Absatz in der Petrochemie dürfte sich angesichts des schwachen Ölpreises negativ ausgewirkt haben.

VW notieren trotz auf den ersten Blick überzeugenden Geschäftszahlen 2,5 Prozent im Minus. Der größte Automobilhersteller der Welt profitiert von der Euroschwäche und den eigenen Sparbemühungen. "Die Kursbewegung erinnert an die Daimler-Aktie, die am Donnerstag nach sehr guten Quartalsergebnissen am Ende auch nachgegeben hat", sagt ein Händler. Dass die Wolfsburger den Absatz in China in diesem Jahr voraussichtlich nicht mehr steigern könnten, komme am Markt schlecht an und drücke auf den Kurs. equinet bemängelt zudem die Entwicklung des Vorsteuerergebnisses.

Die Geschäftszahlen von LMVH sind besser als erwartet ausgefallen, die Aktie steigt um 3,4 Prozent. Sowohl Umsatz als auch Gewinn legten deutlich zu. Allerdings äußert sich S&P Capital kritisch zur Umsatzzusammensetzung und hat daraufhin das Kursziel für die Aktie gesenkt. Gerade margenschwächere Bereiche wie Uhren & Schmuck seien gewachsen.

Osram legen im MDAX um 0,5 Prozent zu. "Die Ergebnisse sind fast durchweg etwas besser als erwartet. Positiv ist auch die Ankündigung, dass die Abspaltung des klassischen Leuchtmittelgeschäfts Anfang kommenden Jahres durch sein soll", sagt ein Händler. Talanx verlieren 0,4 Prozent. Der Versicherer richtet sein Lebensversicherungsgeschäft neu aus, zusätzliche Kosten belasten das Ergebnis. In Folge hat das Unternehmen den Ausblick gesenkt.

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DEVISEN  zuletzt  +/- %  0.00 Uhr  Di, 17.25 Uhr 
EUR/USD   1,1045  -0,2%    1,1062         1,1051 
EUR/JPY   136,60  -0,1%    136,72         136,50 
EUR/CHF   1,0649  +0,0%    1,0648         1,0658 
USD/JPY   123,66  +0,1%    123,59         123,52 
GBP/USD   1,5599  -0,1%    1,5613         1,5599 
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Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/flf

(END) Dow Jones Newswires

July 29, 2015 04:11 ET (08:11 GMT)

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