Deutsche Anleihen sind am Montag mit
leichten Kursrückgängen gestartet. Der richtungsweisende
Euro-Bund-Future
Im weiteren Handelsverlauf werde noch einmal Griechenland im Fokus stehen, schreibt Dirk Gojny, Analyst bei der National-Bank. Am Freitag hatte das griechische Parlament einem dritten Hilfspaket und den damit verbundenen Sparauflagen zugestimmt. Im Anschluss gaben die Eurogruppen-Finanzminister grünes Licht. Die nun noch benötigte Zustimmung der Regierungen und Parlamente der einzelnen Euroländer gilt als sicher.
Nach der Einigung auf das Hilfspaket geht es nun insbesondere um die Frage, inwieweit Griechenland Schuldenerleichterungen zugestanden werden. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Sonntag im ZDF zwar für Erleichterungen plädiert. Bei den Zinssätzen und den Laufzeiten der Kredite gebe es aber noch "Spielraum", so Merkel. Einen Schuldenerlass, also eine teilweise Streichung von Schulden, lehnte sie jedoch ab.
Commerzbank-Experte Gojny warnt trotz jüngster Erfolge in der Griechenlandkrise vor zu viel Zuversicht. "Die politische Lage in Griechenland droht, sich erneut zu destabilisieren", so Gojny. Aufgrund des schwachen Rückhalts in der Regierungskoalition für das Hilfsprogramm seien Neuwahlen wahrscheinlich. Daher bestehe das Risiko, dass die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen schon gleich zu Beginn wieder ins Stocken gerate./tos/jsl
ISIN DE0009652644
AXC0039 2015-08-17/09:08
