Sorgen um einen möglichen Abstieg in die
zweite Börsenliga haben die Aktien des Spezialchemiekonzerns Lanxess
Im bisherigen Jahresverlauf zählen die Lanxess-Aktien allerdings immer noch zu den gefragtesten Werten im deutschen Leitindex: Sie haben sich um fast ein Viertel verteuert und damit einen Teil der Verluste von 2014 wettgemacht. Da hatten Probleme im wichtigen Kautschuk-Geschäft für Reifen die Laune der Anleger getrübt.
Analyst Lyes Sylla von der französischen Investmentbank Exane BNP Paribas hatte in einer am Mittwoch vorgelegten Studie darauf hingewiesen, dass Lanxess bei der Überprüfung der Dax-Zusammensetzung im September aus dem deutschen Leitindex fallen könnte. Der aussichtsreichste Aufstiegskandidat sei auch wegen der Größe der Immobilienkonzern Deutsche Annington. So ist der Marktwert der Deutschen Annington derzeit mit rund 13,7 Milliarden Euro mehr als dreimal so hoch wie der von Lanxess.
Sylla ist mit seiner Einschätzung nicht alleine. "Aktuell sieht es danach aus, dass Lanxess den Dax verlassen muss", hatte Analyst Michael Bissinger von der DZ Bank jüngst gesagt. Genauso wie Analyst Sylla und Index-Experte Uwe Streich von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) erwartet auch Bissinger am ehesten einen Austausch des Chemiekonzerns durch die Immobiliengesellschaft, die sich im Herbst in Vonovia umbenennen will.
Ein Händler machte zudem ein angeschlagenes Chartbild für die hohen Kursverluste von Lanxess zur Wochenmitte mitverantwortlich. So fiel der Kurs unter das Verlaufstief aus dem Juni und bewegt sich nun auf dem Niveau von Anfang Mai. Auf Schlusskursbasis droht sogar der niedrigste Stand seit März./mis/das
ISIN DE0005470405
AXC0140 2015-08-19/15:20
