Der August hat den asiatischen Aktien die kräftigsten Verluste seit mehreren Jahren eingebrockt. Am Montag, dem letzten Tag des Monats, schlossen die meisten Börsen Asiens erneut im Minus. In China erlitten die Festlandbörsen den dritten heftigen Monatsverlust in Folge.
Der japanlastige Sammelindex Stoxx 600 Asia/Pacific
UNSICHERHEIT BLEIBT HOCH
Allgemein herrschte zu Wochenbeginn erneut Unsicherheit wegen der erwarteten baldigen Anhebung der Leitzinsen in den USA. Kommt die Leitzinsanhebung noch im September, dürfte sich dies auf die Finanzmärkte weltweit auswirken. In China geht zudem die Sorge um, dass die Regierung die Märkte nicht weiter stützt und bisherige Hilfen verpuffen könnten.
In Tokio sank der Nikkei-225-Index
Der Yen legte im Vergleich zum US-Dollar wieder etwas zu, was
Exporte erschwert. Unter den Einzelwerten sanken die Papiere des
Autobauers Toyota
MASSIVE VERLUSTE SEIT JUNI
In China schloss der CSI 300 mit den 300 größten Unternehmen des chinesischen Festlands zuletzt zwar doch noch im Plus mit 0,73 Prozent auf 3366,54 Punkte, im Monat August beläuft sich das Minus aber dennoch nahezu auf 12 Prozent. Der wichtige Shanghai Composite Index und der technologielastige Shenzhen Composite Index verloren derweil auch am Montag merklich.
Insgesamt brach der überhitzte Aktienmarkt seit Juni um mehr als ein Drittel ein. Zunehmend hatten negative Konjunkturdaten aus China für Unsicherheit über die Wirtschaftslage der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft gesorgt und die Verluste ausgelöst. Hinzu kam nach dem zuvor steilen Anstieg der chinesischen Börsen die Sorge vor einer Blasenbildung.
"FT": REGIERUNG WILL KEINE AKTIEN MEHR KAUFEN
Die Regierung versucht seither, die Kursverluste mit einem ganzen Paket an Maßnahmen einzudämmen. Nach Informationen der "Financial Times" sollen nun zumindest keine Stützungskäufe mehr getätigt werden. In den vergangenen zwei Monaten, so schrieb die Zeitung, hätte ein "Team von staatsfinanzierten Investmentfonds und staatlichen Einrichtungen" für rund 200 Milliarden Dollar Aktien gekauft.
Unter den Einzelwerten büßten die Aktien von Citic Securities 5 Prozent ein. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua wurden mehrere Personen, darunter vier Wertpapierhändler, festgenommen. Sie sollen für den Börsencrash der vergangenen Woche mitverantwortlich gemacht werden.
HONGKONG IM PLUS
Der Hang-Seng-Index
Der australische Leitindex ASX 200
ISIN XC0009692440 HK0000004322 JP9010C00002 XC0006013624 CNM0000001Y0
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