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MÄRKTE EUROPA/Kräftige Erholung zum Quartalsultimo

Von Michael Denzin

FRANKFURT (Dow Jones)--Mit den Kursen an den europäischen Börsen geht es am Mittwoch kräftig nach oben. Der Quartalsultimo sorgt für kräftige Käufe, nachdem die Aktienkurse in den vergangenen Wochen unter die Räder gekommen waren. So verlor der DAX seit dem 1. Juli rund 13 Prozent, der Euro-Stoxx-50 handelte zuletzt 12 Prozent schwächer als vor drei Monaten. Die Befürchtung, dass sich das globale Wachstum ausgehend von der chinesischen Konjunktur abschwächt, sorgte für Verkäufe auf breiter Front. Viele Investoren sitzen nun auf einem Berg von Bargeld und schauen von der Seitenlinie zu.

Zur Wochenmitte erholen sich die Aktien aber. Der DAX baut sein Plus zum Mittag auf 2,6 Prozent und 9.695 Punkte aus, der Euro-Stoxx-50 handelt 2,7 Prozent höher mit 3.110 Punkten.

Als Kurstreiber machen Händler vor allem "Window-Dressing" zum Ende des Quartals aus. Für viele Fondsgesellschaften sind die Aktienkurse zu diesen Stichtagen besonders wichtig. Oft werden dann Aktien gekauft, die gut gelaufen sind, um damit die Portfolios besser aussehen zu lassen.

Rückenwind liefert aber auch die Spekulation über eine noch lockerer Geldpolitik der EZB. Denn die Verbraucherpreise in der Eurozone sind im September mit -0,1 Prozent wieder rückläufig gewesen. "Das ist eine Steilvorlage für die EZB, das Anleihekaufprogramm länger laufen zu lassen", sagt ein Händler. "Diskussionen über eine Ausweitung des QE-Kaufprogramms dürften vor diesem Hintergrund weiter geführt werden", sagt Viola Julien von der Helaba. Die EZB strebt eine Inflationsrate von 2 Prozent an.

Die Kurserholung in Europa zieht sich quer durch alle Branchen, die im Schnitt 2 bis 3 Prozent im Plus liegen. Der Mangel an klaren Favoriten stimmt Händler skeptisch. Möglicherweise handele es sich nur um marktbreite Short-Eindeckungen, so die Befürchtung.

Für den Auto-Sektor geht es um 3 Prozent nach oben. Nach dem Abverkauf der vergangenen zwei Wochen gibt es endlich gute Nachrichten. So hat China die Steuern für Fahrzeuge mit kleineren Motoren bis 1,6 Liter Hubraum gesenkt. Davon profitieren die Aktien der Massenhersteller in Europa, nachdem sie jüngst unter einem Ausverkauf als Reaktion auf die Abgasmanipulation von VW in den USA gelitten haben. Peugeot springen um 6,5 Prozent, Renault legen 2,7 Prozent zu. VW steigen 3 Prozent, BMW um 3,9 Prozent. Auch Zulieferer erholen sich: Continental um 2,9 Prozent, Valeo um 4 Prozent und Rheinmetall um 4,9 Prozent.

Bei Glencore geht die Erholungsbewegung vom Vortag weiter. Die Aktie legt um weitere 10 Prozent zu. Nachdem die Aktie am Montag in der Spitze um 30 Prozent eingebrochen war, belastet von Sorgen vor Zahlungsproblemen, hatte sie sich bereits am Dienstag wieder um 17 Prozent erholt. Glencore steht nach eigener Einschätzung finanziell robust da und hat auch keine Probleme mit der eigenen Zahlungsfähigkeit. Bereits am Vortag hatten sich auch die Preise für Versicherungen gegen einen Kreditausfall (CDS) des schweizerischen Rohstoffhändlers verringert. Händler werten dies als Zeichen von Zuversicht.

Im DAX erholen sich auch die Verlierer des zuende gehenden Quartals deutlich, so die gebeutelten Aktien der deutschen Versorger. RWE steigen um 5,1 Prozent und E.ON um 4,9 Prozent. Für Lufthansa geht es sogar um 6,4 Prozent aufwärts. Deutsche Bank legen um 3,1 Prozent zu.

Im MDAX gewinnen GEA 3,9 Prozent, obwohl das Unternehmen am Morgen eine Umsatzwarnung abgeliefert hat. "Offensichtlich herrscht eher Erleichterung vor, dass es nicht noch schlimmer gekommen ist", sagt ein Händler angesichts der neuen Umsatzprognose für das laufende Jahr. Zudem seien die Gewinnziele bestätigt worden, was auf eine starke Margen-Entwicklung deute. Talanx ziehen nach einer Kaufempfehlung der Commerzbank um über 6 Prozent zu.

Im Blick stehen auch die bevorstehenden Börsengänge der Bayer-Sparte Covestro und von Scout24. Bei letzterer wird für den Nachmittag die Bekanntgabe des Emissionspreises erwartet. Händler sehen sie am unteren Ende der Spanne von 29,50 zu 31,00 Euro.

Anleihen sind nicht gefragt. Hier steigen die Renditen leicht, nachdem sie an den Vortagen deutlich gesunken waren.

Am Nachmittag wird sich die Aufmerksamkeit auf ADP-Arbeitsmarktbericht und den Chicago Einkaufsmanager-Index aus den USA richten. Der ADP-Bericht dürfte auf eine positive Entwicklung im September hinweisen und die Erwartungen an den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht am Freitag steigen lassen. Auch Reden von US-Notenbankern sind nach Einschätzung von Dirk Gojny, Anleihestratege bei der National Bank, zu beachten. Wenn US-Notenbankpräsidentin Yellen es mit der Einleitung der Leitzinswende im laufenden Jahr ernst meine, dürfte sie dies in ihrer Rede am Abend vorbereiten.

INDEX                  Stand      +-% 
Euro-Stoxx-50       3.108,34   +2,59% 
Stoxx-50            2.976,95   +2,47% 
DAX                 9.683,97   +2,47% 
FTSE                6.041,87   +2,24% 
CAC                 4.461,70   +2,72% 
EUREX                  Stand  +-Ticks 
Bund-Future           155,93     -39 
 
DEVISEN  zuletzt   +/- %  Mi. 8.31 Uhr  Di, 17.30 Uhr 
EUR/USD   1,1214  -0,15%        1,1231         1,1238 
EUR/JPY   134,86   0,14%        134,67         134,60 
EUR/CHF   1,0918  -0,13%        1,0932         1,0911 
USD/JPY   120,25   0,26%        119,94         119,78 
GBP/USD   1,5197   0,21%        1,5166         1,5149 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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(END) Dow Jones Newswires

September 30, 2015 07:03 ET (11:03 GMT)

Copyright (c) 2015 Dow Jones & Company, Inc.

© 2015 Dow Jones News
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