Anzeige
Mehr »
Freitag, 13.02.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Die Kommerzialisierung der räumlichen Intelligenz in Billionen-Märkten beginnt jetzt
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
145 Leser
Artikel bewerten:
(2)

MÄRKTE EUROPA/Börsen geben nach - DAX verteidigt 10.000er Marke

Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--Eine Gewinnwarnung von Leoni und schwache chinesische Konjunkturdaten haben am Dienstag die Stimmung an den europäischen Börsen belastet. Der DAX notierte zeitweise deutlich unter der 10.000er Marke, schloss schließlich aber mit einem Minus von 0,9 Prozent auf 10.033 Punkte wieder darüber. Rückenwind kam von den US-Börsen, an denen die Kurse deutlich weniger stark nachgaben als befürchtet und phasenweise sogar im Plus lagen. Der Euro-Stoxx-50 fiel ebenfalls um 0,9 Prozent auf 3.221 Punkte.

Der Index der Auto-Aktien verlor nach dem Kursdebakel bei Leoni nach der Gewinnwarnung 1,3 Prozent. Ein Lichtblick kam von SAP, die nach überraschend guten Quartalszahlen 5,3 Prozent gewannen.

Daten zur chinesischen Handelsbilanz hatten einen neuen Beweis dafür geliefert, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt schwächelt. Besonders der drastische Einbruch der Importe um über ein Fünftel im September drückte auf die Kurse - vor allem der asienabhängigen exportorientierten europäischen Unternehmen wie aus dem Luxusgütersektor. In Paris fielen LVMH um 3,2 Prozent und Dior um 3 Prozent. Auch Richemont gaben nach. Ebenfalls verkauft wurden Aktien von Rohstoffunternehmen, die von der nachfrage aus China abhängen. Ihr Branchen-Index verlor 1,6 Prozent.

Für Gesprächsstoff sorgte die Megafusion im Biersektor zwischen AB InBev und SABMiller. In London verteuerten sich SAB Miller um 9 Prozent auf 39,48 britische Pfund, nachdem sich die beiden Bierbrauer AB InBev und SAB Miller etwas überraschend doch noch geeinigt hatten. Der Board von SAB Miller empfiehlt seinen Aktionären, das Angebot von 44 Pfund je Aktie anzunehmen. In Brüssel stiegen AB InBev um 1,7 Prozent.

Dass die SABMiller-Aktie noch deutlich unter dem Gebot handelte, begründeten Experten mit noch verbleibenden Unsicherheiten. Zunächst müsse die Offerte von den SABMiller-Aktionären angenommen, danach auch von den Kartellbehörden genehmigt werden. Immerhin entstünde durch einen Zusammenschluss der Nummer eins und zwei der Branche ein Biergigant mit einem weltweiten Marktanteil von 30 Prozent.

Die von der Fusion ausgelöste Konsolidierungsfantasie trieb auch die Kurse anderer Bierbrauer. Heineken legten in Amsterdam um 2,2 Prozent zu, Carlsberg verloren dagegen 1,3 Prozent. In den USA zog der Kurs von Molson Coors zum Handelsschluss in Europa um über 10 Prozent an. Der Index der europäischen Nahrungsmittel- und Getränke-Aktien gewann gegen den Trend gut 1 Prozent.

Der Index der Technologie-Aktien im Stoxx stieg um ein halbes Prozent gestützt von SAP-Aktien. Diese erreichten den höchsten Stand seit zwei Monaten nach besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen.

In Frankfurt brachen Leoni um 34 Prozent ein. Die für kommendes Jahr avisierte Gewinnmarge von 7 Prozent wird nach Aussagen des MDAX-Unternehmens "deutlich unterschritten". Das kam am Markt denkbar schlecht an, denn erst vor gut drei Wochen hatten die Nürnberger eben dieses Margenziel noch bekräftigt. Probleme hat Leoni vor allem im Segment Bordnetze.

Im Sog der Leoni-Aktie büßten die Kurse anderer Zulieferer wie Bertrandt, Grammer, Dürr, ElringKlinger, Hella und Norma um bis zu 6,9 Prozent ein. BMW, Daimler und VW gaben zwischen 1,3 und 2,1 Prozent ab.

RWE verloren 5,7 und E.ON 4,7 Prozent, nachdem sich die Kurse der beiden deutschen Versorger in den vergangenen Tagen stark erholt hatten. Hochtief gaben um 6,3 Prozent auf 76,65 Euro nach, nachdem der Großaktionär Katar seinen 10-prozentigen Anteil komplett verkauft hatte, und zwar für 77 Euro je Aktie. Aixtron fielen nach einer Umsatzwarnung um 12,9 Prozent. Der TecDAX gab 1,7 Prozent ab, der MDAX 1,6 Prozent.

Der Euro tendierte knapp unter der Marke von 1,14 Dollar seitwärts, auch am Anleihenmarkt bewegten sich die Kurse nur wenig. Der Goldpreis zog nach einer kurzen Delle wieder auf 1.166 Dollar an und notierte nur knapp unter dem Siebenwochenhoch vom Montag.

Index                      Schluss-  Entwicklung   Entwicklung  Entwicklung 
stand                       absolut         in %                       seit 
                                                               Jahresbeginn 
Euro-Stoxx-50              3.221,28       -26,05         -0,8%        +2,4% 
Stoxx-50                   3.075,40       -26,79         -0,9%        +2,4% 
Stoxx-600                    358,47        -3,32         -0,9%        +4,7% 
XETRA-DAX                 10.032,82       -87,01         -0,9%        +2,3% 
FTSE-100 London            6.342,28       -28,90         -0,5%        -3,4% 
CAC-40 Paris               4.643,38       -45,32         -1,0%        +8,7% 
AEX Amsterdam                438,25        -1,80         -0,4%        +3,2% 
ATHEX-20 Athen               201,04        -1,47         -0,7%       -24,1% 
BEL-20 Bruessel            3.396,55       -24,40         -0,7%        +3,4% 
BUX Budapest              21.905,14      -123,86         -0,6%       +31,7% 
OMXH-25 Helsinki           3.132,09       -27,03         -0,9%        +4,8% 
ISE NAT. 30 Istanbul      96.349,80     -1324,50         -1,4%        -9,2% 
OMXC-20 Kopenhagen           931,20        -9,05         -1,0%       +25,1% 
PSI 20 Lissabon            5.350,31       -73,98         -1,4%       +10,0% 
IBEX-35 Madrid            10.115,30      -131,10         -1,3%        -1,6% 
FTSE-MIB Mailand          22.048,49       -42,78         -0,2%       +16,0% 
RTS Moskau                   866,52        -9,90         -1,1%        +9,6% 
OBX Oslo                     545,50        -3,36         -0,6%        +4,2% 
PX-GLOB  Prag              1.251,42       -14,93         -1,2%        +5,7% 
OMXS-30 Stockholm          1.460,11       -21,32         -1,4%        -0,3% 
WIG-20 Warschau            2.123,43       -10,13         -0,5%        -8,3% 
ATX Wien                   2.314,65       -43,26         -1,8%        +7,2% 
SMI Zuerich                8.654,64       -51,47         -0,6%        -3,7% 
 
DEVISEN  zuletzt   +/- %  Di, 8.08 Uhr  Mo, 18.31 Uhr 
EUR/USD   1,1384   0,03%        1,1380         1,1372 
EUR/JPY   136,40   0,00%        136,40         136,39 
EUR/CHF   1,0922  -0,18%        1,0942         1,0923 
USD/JPY   119,81  -0,02%        119,84         119,94 
GBP/USD   1,5246  -0,75%        1,5361         1,5352 
 

Kontakt zum Autor: herbert.rude@wsj.com

DJG/hru/gos

(END) Dow Jones Newswires

October 13, 2015 12:17 ET (16:17 GMT)

Copyright (c) 2015 Dow Jones & Company, Inc.

© 2015 Dow Jones News
Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

Gleichzeitig vollzieht sich an der Wall Street ein lautloser Favoritenwechsel. Während viele auf Wachstum setzen, feiern Value-Titel mit verlässlichen Cashflows ihr Comeback: Telekommunikation, Industrie, Energie, Pharma – die „Cashmaschinen“ der Realwirtschaft verdrängen hoch bewertete Hoffnungsträger.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Aktien vor, die genau in dieses neue Marktbild passen: solide, günstig bewertet und mit attraktiver Dividende. Werte, die nicht nur laufende Erträge liefern, sondern auch bei Marktkorrekturen Sicherheit bieten.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Value-Zug 2026 endgültig abfährt!

Dieses exklusive PDF ist nur für kurze Zeit gratis verfügbar.
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.