Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Mersch weist Vorwurf falscher EZB-Kommunikation zurück
Direktor Yves Mersch hat den Vorwurf zurückgewiesen, dass der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) mit falscher Kommunikation die heftigen Finanzmarktverluste nach der Sitzung am 3. Dezember verschuldet hat. Bei einer Veranstaltung in Frankfurt sagte Mersch, an den Märkten seien im Vorfeld der Ratssitzung innerhalb kurzer Zeit unrealistische Phantasien entstanden, auf die die EZB nicht habe reagieren können. Laut Mersch ist die EZB bereit, auf unerwünschte Nebenwirkungen einer US-Leitzinserhöhung zu reagieren.
Liikanen: EZB-Politik verhilft Finnland zum Wachstum
Der finnische Notenbankgouverneur Erkki Liikanen rechnet damit, dass die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) dazu beiträgt, dass Finnland im nächsten Jahr zum Wachstum zurückkehrt. "Die Entscheidungen des EZB-Rats wurden getroffen, um einen nachhaltigen Inflationspfad sicherzustellen, der im Einklang steht mit dem Inflationsziel von knapp 2 Prozent", sagte Liikanen.
Bank of England lässt Leitzins auf Rekordtief
Der Leitzins verharrt in Großbritannien auf einem historisch niedrigem Niveau. Die Bank of England (BoE) entschied bei ihrer Sitzung, den geldpolitischen Schlüsselzins auf dem Rekordtief von 0,50 Prozent zu belassen. Der Zinsbeschluss fiel mit 8 zu 1 Stimmen, Ratsmitglied Ian McCafferty stimmte erneut für eine sofortige Zinserhöhung um 25 Basispunkte. Das hatte er schon im August, September und Oktober getan. Die Entscheidungen entsprachen den Erwartungen an den Finanzmärkten.
SNB lässt Leitzinsen wie erwartet unverändert
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat an ihrer Geldpolitik wie erwartet festgehalten und ihre Inflationsprognosen kaum verändert. Nach ihrer Mitteilung bleibt das Zielband des Dreimonatslibor bei minus 1,25 bis minus 0,25 Prozent. Auch der Satz für Sichteinlagen von Geschäftsbanken bei der SNB wurde mit minus 0,75 Prozent bestätigt. Zugleich kündigte sie an, falls erforderlich am Devisenmarkt zur Schwächung des Franken zu intervenieren. Die SNB bezeichnete den Franken als "deutlich überbewertet".
Wirtschaftsforscher vom RWI senken Wachstumsprognose für 2015
Die Konjunkturexperten des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) sind etwas weniger optimistisch für das Wachstum der deutschen Wirtschaft im laufenden Jahr. Statt um 1,8 Prozent werde die Wirtschaftsleistung (BIP) preisbereinigt nur um 1,7 Prozent zulegen, teilte das RWI am Donnerstag mit.
Frankreichs Industrie fährt Produktion überraschend nach oben
Die französische Industrie hat im Oktober ihre Produktion überraschend gesteigert. Wie die Statistikbehörde berichtete, wuchs die Produktion um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Rückgang um 0,2 Prozent erwartet. Im September hatte die Produktion stagniert.
Türkisches Wachstum übertrifft Prognosen deutlich
Die türkische Wirtschaft hat im dritten Quartal 2015 eine stärkere Dynamik an den Tag gelegt als erwartet. Wie die Statistikbehörde meldete, wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 4,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten nur mit einem Plus von 2,7 Prozent gerechnet.
Opec rechnet mit Förderdrosselung durch Konkurrenten
Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) rechnet damit, dass das Ölangebot von Förderländern außerhalb des Kartells im nächsten Jahr abnehmen wird, da die niedrigen Preise die Konkurrenten zwingen, ihre Produktion einzuschränken. Die Opec senkte in ihrem Monatsbericht die Prognose für die tägliche Förderung der Nicht-Opec-Länder um 250.000 Barrel auf durchschnittlich 57,1 Millionen Barrel pro Tag.
Erste Luftwaffen-Soldaten in den Syrien-Einsatz gestartet
Ein Vorauskommando der Luftwaffe ist am Donnerstag in den Syrien-Einsatz gestartet. Die etwa 40 Soldaten flogen vom Flugplatz Jagel in Schleswig-Holstein aus zum türkischen Militärstützpunkt Incirlik, parallel sollten zwei Tornado-Aufklärer sowie ein Tankflugzeug der Luftwaffe losgeschickt werden. Der eigentliche Einsatz der Soldaten beginnt laut Regierung im Januar.
Schröder stützt auf SPD-Parteitag Gabriels Wirtschaftskurs
Altbundeskanzler Gerhard Schröder hat zu Beginn des SPD-Bundesparteitages in Berlin für den wirtschaftsorientierten Kurs von Parteichef Sigmar Gabriel geworben. Helmut Schmidt habe die SPD "als eine Partei wirtschaftlicher Kompetenz in der Mitte der Gesellschaft verankert", sagte Schröder in einer Trauerrede auf den früheren Bundeskanzler Schmidt und weitere kürzlich verstorbene SPD-Persönlichkeiten.
Entwicklungsminister Müller fordert EU-Flüchtlingsfonds
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat einen europäischen Flüchtlingsfonds verlangt, in den alle Staaten der Europäischen Union (EU) einzahlen sollen. "Wer schon nicht bereit ist, Flüchtlinge aufzunehmen, muss in einen Fonds einbezahlen, damit wenigstens vor Ort den Menschen ein Überleben gesichert werden kann", forderte Müller im ZDF-Morgenmagazin.
Steuersenkung lässt Autoabsatz in China in die Höhe schnellen
Steuersenkungen haben den chinesischen Automarkt im November beflügelt. Der Absatz stieg nach Angaben des Branchenverbands um nahezu ein Viertel. Es war der höchste Zuwachs in einem Monat in fast zwei Jahren. Insgesamt verließen rund 2,2 Millionen Fahrzeuge die Autohäuser. Vor einem Jahr waren es 1,78 Millionen. Vor der Steuersenkung hatte der Automarkt nahezu stagniert.
Nordkoreas Staatschef deutet Besitz von Wasserstoffbombe an
Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un hat angedeutet, dass sein Land eine Wasserstoffbombe besitzt. Kim sagte kürzlich laut einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA vom Donnerstag, Nordkorea sei "ein mächtiger Atomstaat, der bereit ist, eine selbstständige Atombombe und eine Wasserstoffbombe zu zünden, um seine Souveränität zu verteidigen".
Spanien Hauspreise 3Q +4,5% (2Q: +4,0%) gg Vorjahr - INE
Spanien Hauspreis-Index 3Q 67,8, +0,7% gg Vorquartal - INE
Irland BIP 3Q +1,4% gg Vorquartal
Irland BIP 3Q +7,0% gg Vorjahr
Irland Verbraucherpreise Nov -0,2% gg Vj; -0,3% gg Vm
GB/Handelsbilanz Okt Defizit 11,8 Mrd GBP
GB/Handelsbilanz Sep revidiert Defizit 8,8 Mrd GBP nach vorläufig Defizit 9,4 Mrd GBP
GB/Handelsbilanz Okt PROGNOSE: Defizit 9,5 Mrd GBP
Schweden Nov Verbraucherpreise -0,2% gg Vormonat
Schweden Nov Verbraucherpreise PROGNOSE: unverändert gg Vormonat
Schweden Nov Verbraucherpreise +0,1% gg Vorjahr
Schweden Nov Verbraucherpreise PROGNOSE: +0,2% gg Vorjahr
Norwegen Verbraucherpreise ex Energie, Steuern Nov +0,2% gg Vm
Norwegen Verbraucherpreise ex Energie, Steuern Nov +3,1% gg Vj
Norwegen Verbraucherpreise ex Energie, Steuern Nov PROG: +0,1% gg Vm, +3,0% gg Vj
Norwegen Verbraucherpreise Nov +0,4% gg Vm, +2,8% gg Vj
DJG/DJN/AFP/apo
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December 10, 2015 07:30 ET (12:30 GMT)
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