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MÄRKTE EUROPA/Siemens und Philips trotzen Abwärtstrend

Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Aktienmärkte geraten am Dienstag in den Sog schwacher Vorgaben aus den USA und Asien. Auslöser für den Abschwung ist wieder einmal das Öl. Sowohl WTI- als auch Brent-Öl notieren wieder deutlich unter der Marke von 30 Dollar. Damit hat sich die massive Erholung der Ölpreise zum Ende der vergangenen Woche als falsches Signal erwiesen. In Tokio sackten die Kurse darauf um 2,4 Prozent ab, in Schanghai brachen sie sogar um 6,4 Prozent ein.

Der DAX liegt mit 1,7 Prozent im Minus bei 9.567 Punkten. Der Euro-Stoxx-50 gibt um 1,8 Prozent nach. Dem neuerlichen Schwächeanfall entziehen können sich Siemens, nachdem der Konzern mit seinem Quartalsergebnis deutlich übertroffen hat. Der Kurs steigt um 4,3 Prozent. Auch Philips ziehen nach gut ankommenden Geschäftszahlen kräftig an.

"Mit den Vorgaben aus Asien sowie der Entwicklung der Ölpreise dürfte sich der Abverkauf von Risikoanlagen zumindest zu Handelsbeginn fortsetzen", sagte Dirk Gojny, Chef-Analyst der Essener Nationalbank, schon vor Börsenbeginn. Profitieren können davon Bundesanleihen, die als so genannte sichere Häfen gelten. Auch das Gold legt zu. Die Feinunze kostet 1.115 Dollar, 7 Dollar mehr als im späten US-Handel und fast 20 mehr als im Tief am Montag. So teuer war sie zuletzt Anfang November.

Dass die Akteure am Aktienmarkt kaum gegenhalten dürfte auch der US-Notenbank geschuldet sein, die am Dienstag und Mittwoch tagt. Die geldpolitische Entscheidung wird am Mittwochabend erwartet. Die meisten Anleger hoffen angesichts der Verwerfungen an den Finanzmärkten auf eine eher taubenhafte Fed. "Sollte die Fed allerdings weniger taubenhaft auftreten als von den Anlegern erhofft, könnte das neuen Verkaufsdruck an den Börsen auslösen", gibt ein Händler zu bedenken.

Mit Blick auf die Siemens-Aktie sagt ein Händler, "das Sentiment war mit Blick auf den Ölpreis und den Dresser-Rand-Zukauf für das Unternehmen zu negativ - zu Unrecht, wie sich jetzt zeigt". Positiv sei vor allem das organische Wachstum von rund 1 Prozent. Die Auftragseingänge seien "sensationell" gut, auch die Margen in den meisten Sparten gefielen, lediglich der freie Cashflow liege geringfügig unter den Erwartungen.

Philips gewinnen mit 4 Prozent ähnlich stark wie Siemens. Philips hat zwar überraschend für das letzte Geschäftsquartal einen Verlust ausgewiesen, verursacht durch Einmaleffekte. Operativ habe sich der Konzern allerdings gut entwickelt, heißt es am Markt. Die Marge sei stark, und bei den Segmenten überzeuge unter anderem die Medizintechnik.

Angeführt werden die Verlierer in Europa wieder von den Rohstoff- und den Ölwerten. Beide Sektoren-Indizes fallen um knapp 3 Prozent. Am besten hält sich noch der Industriegütersektor, in dem auch Siemens enthalten sind, mit einem Abschlag von 1,1 Prozent.

Airbus verlieren 1,9 Prozent und können damit erst einmal nicht von Berichten profitieren, der Verkauf der Rüstungselektronik-Sparte stehe unmittelbar bevor. Wie das Handelsblatt mit Verweis auf Kreise berichtet, soll sie für rund 1,3 Milliarden Euro an die Finanzinvestoren KKR und Carlyle gehen. "Der Verkauf an sich gehört zur Restrukturierung der Rüstungssparte von Airbus und war erwartet worden, der genannte Preis ist aber höher", so ein Händler. Bisher sei man von rund 1 Milliarde Euro ausgegangen.

Im TecDAX fallen Jenoptik um 4,4 Prozent auf 12,89 Euro. Die Geschäftszahlen lägen leicht unter den Erwartungen, heißt es im Handel. Baader spricht allerdings von einer "attraktiven" Bewertung und hat die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 16,50 Euro bekräftigt. Morphosys hat eine Einmalzahlung von Bayer gemeldet. Der Kurs hält sich mit einem Minus von 0,9 Prozent vergleichsweise gut. MTU Aero werden von einer Kaufempfehlung gestützt und gewinnen 0,6 Prozent.

Der TecDAX fällt mit einem Minus von 1,6 Prozent noch etwas stärker als der DAX. Der MDAX gibt um 1,4 Prozent nach.

DEVISEN  zuletzt  +/- %  0.00 Uhr  Mo, 17.30 Uhr 
EUR/USD   1,0854  +0,0%    1,0850         1,0831 
EUR/JPY   127,95  -0,4%    128,40         128,45 
EUR/CHF   1,0998  +0,1%    1,0990         1,0993 
GBP/EUR   1,3072  -0,0%    1,3128         1,3158 
USD/JPY   117,91  -0,4%    118,34         118,62 
GBP/USD   1,4187  -0,4%    1,4244         1,4248 

Kontakt zum Autor: herbert.rude@wsj.com

DJG/hru/gos

(END) Dow Jones Newswires

January 26, 2016 03:38 ET (08:38 GMT)

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