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EUR/USD-Analyse: USD schwächelt, EUR noch nicht stark genug

Das Augenmerk liegt heute eindeutig auf Janet Yellen. Sollten ihre Kommentare zur aktuellen Lage eher sanft ausfallen, wird die US-Währung sicherlich nachgeben. Zugleich wird Deutschland, die Lokomotive unter den EU-Volkswirtschaften, durch die sinkende Nachfrage auf den Exportmärkten stark abgebremst. Die von den Marktteilnehmern eine Weile lang unbeachtete Industrieproduktion gab im Dezember um 1,2 Prozent nach. Die Handelsbilanz verschlechterte sich im Dezember ebenfalls um einige Punkte und schrumpfte um 1,7 Milliarden Euro. Allein der Arbeitsmarkt scheint momentan davon nichts zu spüren. Die Arbeitslosenquote fiel auf 6,2 Prozent, ein historisches Tief seit der Wiedervereinigung. Ob die schwere EU-Last durch die Lok nach vorne gebracht wird, wird sich zeigen. Wir bleiben dran.

Nun kommen wir zu unserer Technischen Analyse:

Rückblick

Der EUR/USD notierte zu Beginn des Betrachtungszeitraums im Bereich 1,0900. Das Wochentief wurde gleich am Mittwoch bei 1,0902 ausgebildet. Am Mittwochvormittag kam es dann zu einer dynamischen, von Momentum getragenen Aufwärtsbewegung. Das Währungspaar schob sich problemlos durch die Widerstände, die in den letzten Wochen noch unüberwindlich waren, über die 1,0967 bis an die 1,1146. Am Donnerstag wurde die 1,1250 angelaufen, der EUR/USD prallte hier aber ab. Am Freitag kam es zu einem erneuten Angriff auf diesen Widerstand, auch diesmal setzte der EUR/USD zurück, konnte sich aber über der 1,1100 halten. Diese Marke, 1,1100, wurde am Montag, zu Beginn dieser Handelswoche, leicht unterschritten. Der Rücksetzer wurde zeitnah zurückgekauft, der EUR/USD stieg wieder über die 1,1100 und setzte seine Aufwärtsbewegung am Dienstag fort. Es ging mit Schwung über die 1,1250 und deutlich über die 1,1300.

Das Hoch des Betrachtungszeitraums lag deutlich über dem des vorangehenden. Der EUR/USD hat es in den vergangenen fünf Handelstagen geschafft, sich über die 1,0970 zu schieben. Damit gelang ihm der Ausbruch, an dem er mehrmals gescheitert war. Mit dem Überschreiten der 1,1000 war der Weg frei. Das Wochenhoch wurde jenseits der 1,1300 markiert. Die Range war mit 436 Pips deutlich größer als in den Handelswochen zuvor. Probleme hatte der EUR/USD aber auch diesmal wieder mit der 1,1250. Er war in den vergangenen Monaten immer wieder an dieser Marke gescheitert.

Wir hatten in unserem Setup damit gerechnet, dass der EUR/USD auf der Oberseite die 1,0970 anlaufen könnte. Falls es ihm gelingen würde, sich über diese Marke zu schieben, hatten wir mit einem Anlaufen der 1,1000 und anschließend der 1,1050/65 gerechnet. Das war das Maximale, was wir dem EUR in den letzten fünf Handelstagen zugetraut hatten. Der EUR/USD war deutlich stärker als erwartet, er konnte sogar die 1,1250 vergleichsweise problemlos überwinden, eine Marke, die ihm in der Vergangenheit immer wieder Probleme bereitet hat. Das Setup hat damit auf der Oberseite nicht gepasst. Die Rücksetzer konnten sich bereits an unserem Anlaufziel 1,0905 stabilisieren.

  • Wochenhoch*: 1,1338 Vorwoche 1,0970
  • Wochentief*: 1,0902 Vorwoche 1,0809
  • Wochen-Range*: 436 Pips 161 Pips

*Betrachtungszeitraum 03.02.2016 bis 09.02.2016

Wie könnte es weitergehen?

  • Euro-WS: 1,1198...1,1244...1,1289...1,1448...1,1521/98...1,1611/75...1,1752
  • Euro-US: 1,1110...1,1067/58/31...1,0947/09...1,0895...1,0767/17...1,0656

Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden

  • Box-Bereich: 1,1393 bis 1,0763
  • Tagesschlusskurs-Marken: 1,1249 und 1,1015
  • Intraday-Marken: 1,1198 und 1,1075
  • Range: 1,1497 bis 1,0481

Euro-Chart

Der EUR/USD hat in den vergangenen fünf Handelstagen eine Reihe von Impulsen bekommen, die wirtschaftlichen Daten geschuldet waren. In den kommenden fünf Handelstagen stehen weitere wichtige Konjunkturdaten aus dem Euroraum an, die Einfluss auf die Kursstellung des EUR/USD haben könnten.

Mit dem Überwinden der 1,0970 gelangen der Ausbruch über die 1,1000 und die Trendverstärkung. Übergeordnet hat der EUR/USD damit das Potenzial geschaffen, die 1,1450/1,1550 zu erreichen. Die kommenden fünf Handelstage könnten allerdings im Zeichen einer Konsolidierung stehen.

Zum Markt in den kommenden fünf Handelstagen: Der EUR/USD könnte versuchen, sich zunächst im Dunstkreis der 1,1300 zu halten. Er könnte im Zuge von weiteren kleineren Impulsen die 1,1325/30 und die 1,1360/65 anlaufen. An beiden Marken besteht die Möglichkeit, dass sich Rücksetzer ausbilden. Sollte es der EUR/USD schaffen, die 1,1365 zu überwinden, könnte er auch die 1,1400 anlaufen. Wir gehen aber nicht davon aus, dass es der EUR/USD in den kommenden fünf Handelstagen schafft, sich nachhaltig über die 1,1400 zu schieben. Das aktuelle Potenzial auf der Oberseite reicht bis 1,1493. Diese Marke könnte das Währungspaar im Rahmen von dynamischen Impulsen anlaufen, allerdings erwarten wir keine Substanz in dieser Bewegung.

Die Rücksetzer könnten in den kommenden fünf Handelstagen jederzeit unter die 1,1300 reichen. Anlaufziel wären die 1,1280/75 und im Anschluss die 1,1255/45. Diese Marke ist eine vergleichsweise harte Unterstützung. Denkbar ist, dass sich die Notierungen bereits in diesem Bereich stabilisieren. Rutscht der EUR/USD unter die 1,1245, so wäre das nächste Anlaufziel bei 1,1205/00 zu suchen. Bei dynamischen Bewegungen wäre auch ein Erreichen der 1,1180 denkbar. Hier besteht die Chance auf eine Stabilisierung. Auch ein Anlaufen der 1,1150/40 wäre nicht auszuschließen und eher als eine Bestätigung des Trends zu interpretieren. Erst ein Unterschreiten der 1,0940 würde den Aufwärtstrend in Frage stellen. Von einem Anlaufen dieser Marke gehen wir aber nicht aus.

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts

Die wichtigen Veröffentlichungen der nächsten sieben Tage:

  • 12.02.2016 - Dt. Bruttoinlandsprodukt (Jahr, Q4)
  • 12.02.2016 - US-Einzelhandelsumsätze (Jan.)
  • 13.02.2016 - Dt. ZEW-Konjunkturerwartungen (Feb.)
  • 14.02.2016 - US-Baugenehmigungen (Jan.)

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Im Namen von Admiral Markets wünsche ich Ihnen erfolgreiche Trades!

Ihr Jens Chrzanowski Geschäftsführer Admiral Markets Partner Deutschland, MT am Germany GmbH

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Über den Autor:

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Jens Chranowski

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Über das Unternehmen:

Admiral Markets stellt seinen Kunden einen Brokerage-Service und eine innovative Handelstechnologie, den MetaTrader 4, mit einigen unternehmensspezifischen Features zur Verfügung. Den Leitsatz des Brokers "Trading for everyone" setzen die Mitarbeiter weltweit konsequent um. So stehen den Kunden beispielsweise umfangreiche Webinare und Seminare zur Verfügung, und der Broker verspricht, niemals Kurse gegen den Kunden zu stellen.?

Die weltweit aktive Admiral Markets Group ist mit ihren Divisionen einer der größten Forex- und CFD-Broker für Privatkunden weltweit. Seit 2011 ist die Marke "Admiral Markets" in Deutschland aktiv - seit dem 16. Juni unter dem neuen Dach "Admiral Markets UK Ltd".

Der Kundenservice betreut von Berlin aus seine Kunden umfassend mit Support für die Handelssoftware, mehreren Live-Webinaren pro Woche, Schulungen und Marketingaktivitäten.

THINK GLOBAL - ACT LOCAL, einer der Leitsätze der Brokers, wird dabei konsequent umgesetzt: Das Wissen und die Möglichkeiten eines internationalen Unternehmens werden bestmöglich auf die Gegebenheiten des jeweiligen Landes angepasst. Deshalb steht für Deutschland beispielsweise der DAX-Handel im Fokus. Hier bietet Admiral Markets die günstigsten Konditionen für den DAX-30-CFD am Markt. Darüber hinaus werden der Kundenservice, die Bildungsangebote sowie die Handelssoftware in deutscher Sprache angeboten.

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