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Wochenrückblick KW07: RWE macht bei DAX-Erholung nicht mit

Na endlich! Nachdem der DAX zuletzt sogar unter die 9.000er-Punkte-Marke gerutscht war, konnte sich das wichtigste deutsche Börsenbarometer in dieser Woche deutlich erholen und zwischendurch sogar wieder über 9.500 Zähler klettern. Die Kursrallye hatte gleich mehrere Gründe.

Einer davon war die leichte Erholung der Rohölpreise. OPEC und Nicht-OPEC-Staaten versuchen sich weiter zusammenzuraufen. Jetzt will man die Rohölproduktion auf dem Niveau vom Januar festschreiben, um die Notierungen für das schwarze Gold endlich zu stabilisieren. Allerdings klappt das nur, wenn genügend wichtige Ölförderer mitmachen. Der Iran hat schon einmal kein Interesse daran. Schließlich will sich das Land nach dem Auslaufen westlicher Sanktionen Marktanteile zurückholen.

Neben der Ölpreiserholung durften sich Investoren in dieser Woche auch darüber freuen, dass die wichtigsten Notenbanken der Welt ihre lockere Gangart in Sachen Geldpolitik beibehalten wollen. Selbst die US-Notenbank Fed scheint nun gewillt zu sein, weitere Leitzinserhöhungen zu verschieben, um die Erholung am US-Arbeitsmarkt nicht abzuwürgen und gleichzeitig der schwierigen Weltkonjunktur sowie den Turbulenzen an den Aktienmärkten Rechnung zu tragen. Verschobene Zinserhöhungen in den USA wirken sich natürlich auch auf den Eurokurs gegenüber dem US-Dollar aus.

Deutschland

Während sich der DAX erholte, konnte RWE nicht so recht von der guten Marktstimmung profitieren. Der Energieversorger hatte endlich die Katze aus dem Sack gelassen und Investoren darüber informiert, wie groß die Dividendenkürzungen ausfallen werden. Kurz gesagt: Für 2015 gibt's fast gar nix. Ein Grund für Analysten, ihre Einschätzungen gegenüber dem Energieversorger zu überarbeiten und für Anleger die RWE-Aktie in die Tiefe zu schicken. Unsere Einschätzung dazu hier.
Dass man in den USA sehr vorsichtig sein muss, nicht wegen einer Kleinigkeit auf riesige Summen verklagt zu werden, ist allgemein bekannt. Jetzt muss sich Daimler fragen, ob sich eine Sammelklage wegen angeblicher Schummeleien bei Abgaswerten zu einer Riesensache ausweiten könnte. Mehr dazu hier.
2015 hatte Volkswagen auf dem wichtigen chinesischen Automarkt laut EY-Berechnungen Marktanteile verloren. Im Januar 2016 gingen wiederum Marktanteile in Europa verloren. Doch jetzt soll damit Schluss sein. In diesem Jahr wollen die Wolfsburger zumindest in China genauso stark zulegen wie der Gesamtmarkt. Unsere Einschätzung dazu hier.
Die Commerzbank hat es zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate geschafft, Investoren genau dann zu überzeugen, als der deutsche Branchenprimus Deutsche Bank richtig negativ aufgefallen ist. Das hängt mit dem stetigen Erholungskurs der kleineren Commerzbank. Allerdings sollte man sich auch dort nicht zu sicher fühlen. Mehr dazu hier.
Die Aktie des Salz- und Düngemittelherstellers K+S setzte ihre Talfahrt zu Jahresbeginn 2016 fort. Dabei gingen die Kursverluste des DAX-Papiers zuletzt über das Maß hinaus, das durch die geplatzte Übernahme durch den kanadischen Konzern Potash und die allgemeinen Marktturbulenzen zu erklären wäre. Weitere Kursverluste könnten folgen. Unsere Einschätzung dazu hier.
Der lange Zeit kriselnde Druckmaschinenbauer Heidelberger Druck hatte in der Vorwoche mit einem überraschenden Gewinn in seinem dritten Geschäftsquartal 2015/16 (Ende Dezember) für Begeisterung am Markt gesorgt. Allerdings besteht die Gefahr, dass das schwache Gesamtmarktumfeld die eigenen Turnaroundbemühungen der vergangenen Jahre zunichtemacht. Mehr dazu hier.

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Favoritenwechsel
Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

Gleichzeitig vollzieht sich an der Wall Street ein lautloser Favoritenwechsel. Während viele auf Wachstum setzen, feiern Value-Titel mit verlässlichen Cashflows ihr Comeback: Telekommunikation, Industrie, Energie, Pharma – die „Cashmaschinen“ der Realwirtschaft verdrängen hoch bewertete Hoffnungsträger.

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