Wien - An der antarktischen Küste lebt keine einzige Pinguinkolonie in Isolation. Kaiserpinguine bewegen sich rund um den vereisten Kontinent und pflanzen sich miteinander fort. Dadurch bilden sie eine einzige, rund um den Pol zusammenhängende Population. Obwohl der Grossteil der Individuen zur Partnerwahl zum Brüten und für die Aufzucht der Jungen an die eigene Geburtsstätte zurückkehrt, migriert ein gewisser Anteil und siedelt sich bei anderen Kolonien an. Wie ein internationales ForscherInnenteam entdeckt hat, wird so die volle genetische Durchmischung garantiert.
"Wenn eine Pinguinkolonie plötzlich durch ein Naturereignis ausgelöscht wird, wie es zum Beispiel beim Kalben des Mertz-Gletschers passierte, müssen alle betroffenen Pinguine plötzlich gleichzeitig einen neuen Brutplatz finden", erklärt Céline Le Bohec (Centre National de la Recherche Scientifique der Universität Strassburg. In einer internationalen Forschungszusammenarbeit analysierten die WissenschafterInnen grosse Genom-Datensätze von Kaiserpinguinen, um daraus die genetische Struktur der Art abzuleiten und um die Migration zwischen sechs Kolonien von Kaiserpinguinen besser zu verstehen. Entlang ...
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