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MÄRKTE EUROPA/Brexit hält Europas Märkte weiter im Würgegriff

Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--Das EU-Referendum Großbritanniens prägt am Montagmittag wieder die Stimmung an den europäischen Finanzmärkten. Das britische Pfund fällt Richtung der Tiefs vom Freitag zurück und wird nur noch bei 1,32 Dollar gehandelt nach 1,50 Dollar unmittelbar nach Schließung der Abstimmungslokale am Donnerstagabend. Auch zum Euro verliert das Pfund deutlich an Wert, für einen Euro müssen nun 0,8342 Pfund bezahlt werden. Der DAX verliert 2,0 Prozent auf 9.366 Punkte, und der Euro-Stoxx-50 gibt um 1,9 Prozent nach. Der FTSE-100 fällt um 1,6 Prozent.

Sogar der spanische IBEX kann sich dem Trend nicht mehr entziehen und verliert 0,9 Prozent, nachdem er in der Eröffnung sehr fest auf das Ergebnis der Neuwahlen reagiert hatte. Podemos hat deutlich verloren, und die konservativen Wahlgewinner können nun voraussichtlich eine Koalition mit dem liberalen Bündnis Ciudadanos bilden.

"Der Brexit verlängert die Baisse", sagt Commerzbank-Marktanalyst Achim Matzke mit Blick auf die europäischen Dividendentitel. Der Markt sei von der Entscheidung der Briten auf dem falschen Fuß erwischt worden, und die Einarbeitung der neuen Situation benötige Zeit.

"Für die deutsche Wirtschaft ist das britische 'Leave' ein erheblicher Schlag, denn Großbritannien ist einer der wichtigsten Handelspartner", analysiert die DZ Bank die Lage. Die DZ rechnet bereits für das zweite Halbjahr mit einer Wachstumsabschwächung.

HSBC hat am Morgen europäische Aktien auf "Untergewichten" von "Übergewichten" heruntergenommen. Das Haus bevorzugt nun in Europa schweizerische und britische Aktien.

Gesucht ist dagegen Gold, das mit 1.328 Dollar je Feinunze wieder der 1.350er Marke entgegenstrebt. Auch Bundesanleihen sind unter Sicherheitsaspekten weiter gefragt. Die Rendite der zehnjährigen Papiere liegt bei minus 0,108 Prozent, damit allerdings noch über dem Freitags-Rekrordtief von minus 0,17 Prozent. Angesichts der Abspaltungstendenzen in Großbritannien selbst und der Diskussionen um den Weg des Austritts seien die Marktteilnehmer verunsichert, sagt Dirk Gojny, Analyst der Essener Nationalbank. "Die Lage wird undurchsichtig bleiben", ergänzt er.

Wie reagieren die Notenbanken? - EZB tagt in Portugal 
 

"Die Blicke richten sich zudem nach Portugal", sagt Gojny. Dort findet die Jahrestagung der Europäischen Zentralbank (EZB) statt. Gojny erwartet, dass die EZB Strategien zur Beruhigung der Finanzmärkte entwickelt.

Am Swapmarkt sei eine Senkung der Zinsen durch die Bank of England mit einer Wahrscheinlichkeit von 65 Prozent eingepreist, sagt Chris Weston von IG Markets. Selbst für die September-Sitzung der US-Notenbank sei mittlerweile mit 14 Prozent Wahrscheinlichkeit eine Zinssenkung eingepreist. Letzteres nennt der Stratege "ein Überschießen".

Deutsche Bank auf Langzeit-Tief 
 

Auf der Aktienseite führen erneut die Banken die Verliererliste an, der europäische Branchenindex gibt um 7 Prozent nach. "Das Geschäft der großen Investmentbanken liegt mit dem Brexit erst einmal brach", warnt ein Marktteilnehmer. Deutsche Bank fallen um 8,8 Prozent auf 12,19 Euro, das ist der niedrigste Stand seit den 80er Jahren. Der Index der Reise- und Touristik-Aktien fällt um 6 Prozent, belastet auch von einer Gewinnwarnung der britischen Easyjet, die um fast 20 Prozent einbrechen.

Am deutschen Markt profitieren Immobilienwerte weiterhin vom Umfeld immer niedrigerer Zinsen, Vonovia steigen, getrieben auch von einer Hochstufung, um 3,2 Prozent. K+S brechen dagegen nach einer Gewinnwarnung um 10 Prozent ein. Im TecDAX halten sich Wirecard mit einem Minus von 0,7 Prozent vergleichsweise gut. Laut "Bild am Sonntag" will die Alibaba-Tochter Alipay möglicherweise mit bis zu 25 Prozent bei Wirecard einsteigen.

Der TecDAX fällt um 2,9 Prozent und der MDAX um 2,6 Prozent.

=== 
INDEX            zuletzt      +/- %       absolut      +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50   2.720,77      -1,99        -55,32         -16,73 
Stoxx-50        2.651,86      -2,03        -54,89         -14,46 
DAX             9.367,14      -1,99       -190,02         -12,81 
MDAX           19.291,41      -2,71       -537,19          -7,14 
TecDAX          1.540,69      -2,90        -45,98         -15,84 
SDAX            8.658,65      -2,70       -240,40          -4,84 
FTSE            6.036,37      -1,67       -102,32          -3,30 
CAC             4.026,48      -1,95        -80,25         -13,17 
 
Bund-Future       166,65                      103           7,47 
 
DEVISEN          zuletzt      +/- %  Mo, 8.35 Uhr  Fr, 17.25 Uhr   % YTD 
EUR/USD           1,1018     -0,24%        1,1045         1,1094   +1,5% 
EUR/JPY           111,89     -0,57%        112,53         113,40  -12,3% 
EUR/CHF           1,0739     -0,15%        1,0756         1,0737   -1,3% 
GBP/EUR           1,1993     -1,50%        1,2176         1,2275  -11,7% 
USD/JPY           101,60     -0,28%        101,88         102,25  -13,5% 
GBP/USD           1,3214     -1,74%        1,3447         1,3619  -10,4% 
 
ROHOEL           zuletzt  VT-Settl.         +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex          47,30      47,64         -0,7%          -0,34  +12,9% 
Brent/ICE          48,13      48,41         -0,6%          -0,28  +14,3% 
 
METALLE          zuletzt     Vortag         +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)     1.330,45   1.315,70         +1,1%         +14,75  +25,4% 
Silber (Spot)      17,79      17,74         +0,3%          +0,05  +28,7% 
Platin (Spot)     990,00     984,30         +0,6%          +5,70  +11,1% 
Kupfer-Future       2,12       2,11         +0,5%          +0,01   -1,4% 
=== 

Kontakt zum Autor: herbert.rude@wsj.com

DJG/hru/raz

(END) Dow Jones Newswires

June 27, 2016 07:04 ET (11:04 GMT)

Copyright (c) 2016 Dow Jones & Company, Inc.

© 2016 Dow Jones News
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