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Volkswagen: Befreiungsschlag bleibt aus

Mit großer Spannung wurde die erste Hauptversammlung von Volkswagen (WKN: 766403 / ISIN: DE0007664039) seit Bekanntwerden des Abgasskandals erwartet. Als es dann am 22. Juni soweit war, warb das Management des Autokonzerns mit einer Mischung aus Demut und Reformwillen bei seinen Aktionären um Rückhalt für den Weg aus der Affäre. "Volkswagen ist mehr als diese Krise. Unser Konzern verfügt über Qualitäten, die nicht über Nacht verloren gegangen sind", sagte VW-Konzernchef Matthias Müller vor den Anteilseignern.

Die Führungsspitze des Konzerns musste sich auf dem Aktionärstreffen auf harte Kritik einstellen. Vor allem VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch wurde schon vor der Versammlung scharf attackiert. Die Anteilseigner monieren einen angeblichen Interessenkonflikt: Pötsch war in der Abgas-Krise vom Posten des Finanzchefs direkt an die Spitze der Kontrolleure gewechselt. "Volkswagen steht in diesen Tagen vor der größten Bewährungsprobe seiner Unternehmensgeschichte", gestand Pötsch auf der Hauptversammlung ein. Als zentrale Punkte für den Weg aus der Krise nannte der Chefkontrolleur neben der Aufklärung der Affäre die Einigung mit den Behörden und Klägern in den USA. Die Frist für den Kompromiss läuft am 28. Juni aus.

Bereits wenige Tage zuvor hat Müller die neue "TOGETHER - Strategie 2025" vorgestellt. Der Vorstandschef kündigte an, den Konzern mit Milliardensummen für Elektroautos, neue Dienstleistungen und autonomes Fahren aus der Abgaskrise befreien zu wollen. Demnach will VW bis 2025 mehr als 30 neue E-Fahrzeuge auf den Markt bringen und sieht ein Absatzpotenzial von zwei bis drei Mio. Stück jährlich.

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