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Deutsche Bank und Commerzbank hinken im Stresstest hinterher

Von Madeleine Nissen

FRANKFURT (Dow Jones)--Die beiden großen deutschen Privatbanken haben im Stresstest der Europäischen Bankenaufsicht (Eba) keine besonders gute Figur gemacht. Die Eba hatte zusammen mit der Europäischen Zentralbank geprüft, wie kapitalstark und damit wetterfest die Banken bei einer Krise sind. Die Deutsche Bank kommt im Stress-Szenario 2018 bei voller Umsetzung der regulatorischen Vorgaben auf eine harte Kernkapitalquote von 7,8 Prozent. Die Commerzbank liegt bei 7,4 Prozent. Mit diesem Ergebnis schaffen beide Häuser zwar den Sprung über die von Analysten angesetzte Mindestgröße von 7 Prozent. Doch beide Geldhäuser fallen im Vergleich mit den meisten anderen Banken deutlich zurück.

Zwar können Banken bei dem Test nicht durchfallen, allerdings fordert die Aufsicht eine Mindestkapitalbasis von 5,5 Prozent. Darauf werden je nach individueller Relevanz und Risiko der Bank zusätzliche Kapitalpuffer gepackt. Das Ergebnis des Stresstests hat keine sofortigen Auswirkungen. Es wird aber als ein wichtiger Maßstab dafür genommen, wie viel zusätzliche Kapitalpuffer die Banken in diesem Jahr aufbauen müssen.

Sowohl die Commerzbank als auch die Deutsche Bank hatten jüngst einen stark gesunkenen Gewinn im zweiten Quartal bekannt gegeben. Bei der Commerzbank war die reguläre Kernkapitalquote von 12 Prozent auf 11,5 Prozent gesunkenen. Damit erfüllt sie zwar noch die regulatorischen Vorgaben; doch der Markt erwartet jetzt schon das für Ende 2018 geforderte, noch höhere Kapitalniveau von 11,75 Prozent. Da half auch die Warnung von Finanzvorstand Stephan Engels nicht, dass die Quote durchaus schwanken kann. Noch schwieriger gestaltet sich die Lage für die Deutsche Bank. Mit einer Kapitalquote von 10,8 Prozent im zweiten Quartal gehört sie in Europa zu den Schlusslichtern. Sie versucht, das Problem ohne eine Kapitalerhöhung zu lösen.

Vergleichbarkeit der Ergebnisse umstritten 
 

Die Ergebnisse sollen offiziell, trotz der lokalen Unterschiede, vergleichbar sein. Gleichwohl gibt es Unterschiede, die zu Verzerrungen führen können. Ein Beispiel: Hat sich eine Bank breit aufgestellt und ist sowohl im Privatkundengeschäft, Investmentbanking und in der Mittelstandsfinanzierung aktiv, werden alle drei Bereiche den Stresstest-Szenarien unterworfen. Die Risiken werden addiert, unabhängig von der tatsächlichen Gewichtung innerhalb der Bank. Dagegen wird eine Bank, die nur Investmentbanking betreibt und dadurch Risiken nicht durch andere Bereiche ausgleichen kann, auch nur im Investmentbanking gestresst. Das heißt, sie muss sich nur in einem Bereich behaupten und steht unterm Strich möglicherweise besser da als eine Universalbank mit einem diversifizierten Geschäftsmodell. Aus Perspektive der Aufsicht spielen solche Feinheiten aber keine Rolle: Die Banken müssen sich überall dort testen lassen, wo sie auch aktiv sind.

Kontakt zur Autorin: Madeleine.Nissen@wsj.com

DJG/mln/mgo

(END) Dow Jones Newswires

July 29, 2016 16:28 ET (20:28 GMT)

Copyright (c) 2016 Dow Jones & Company, Inc.

© 2016 Dow Jones News
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