Zürich - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) bekräftigt ihre Geldpolitik, wie sie seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses gilt. Den Franken hält sie nach wie vor für "deutlich überbewertet". Für die Weltwirtschaft sind die Währungshüter verhalten optimistisch, betonen aber zugleich die Abwärtsrisiken.
Die Geldpolitik der SNB bleibt "unverändert expansiv", wie sie am Donnerstag nach ihrer Lagebeurteilung mitteilte. Sie belässt das Zielband für den Dreimonats-Libor bei -1,25% bis -0,25% und den Zins auf ihren Sichteinlagen bei -0,75%.
Franken deutlich überbewertet
Der Franken sei nach wie vor deutlich überbewertet, hält die SNB zudem fest. Der Negativzins mache Anlagen in Franken weniger attraktiv. Gleichzeitig bleibe die Nationalbank am Devisenmarkt aktiv, um bei Bedarf Einfluss auf die Wechselkursentwicklung zu nehmen. Letztmals hat dies die SNB offiziell nach dem "Brexit" getan.
Leicht höhere BIP-Prognose
Für die weitere Wirtschaftsentwicklung in der Schweiz sind die obersten Währungshütern etwas optimistischer als zuletzt. Sie erhöhen ihre BIP-Prognose für 2016 auf "rund 1,5%" (bisher: "rund 1 bis 1,5%"). Begründet wird dies mit der revidierten Quartalsschätzung für das BIP. Diese deuteten auf eine etwas stärkere Wiederbelebung der Schweizer Wirtschaft seit Mitte letzten Jahres hin, so die SNB. Die Erholung dürfte ...
