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Dow Jones News
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VW sprach mit Apple und Google über Zusammenarbeit

FRANKFURT (Dow Jones)--VW hat laut Konzernchef Matthias Müller mit den amerikanischen IT-Konzernen Apple und Google über eine Zusammenarbeit beim selbstfahrenden Auto verhandelt. "Das Rollenverständnis war dann doch zu unterschiedlich, deshalb wurden die Gespräche abgebrochen", sagte er der Zeitung "Bild am Sonntag". VW habe nicht zum reinen Zulieferer von Hardware werden wollen: "Wer die Kundenschnittstelle bedient, hat das Sagen. Das müssen wir sein, als klare Nummer eins", so der Konzernchef.

Auch im Geschäft mit Fahrdienstleitungen habe sich VW nicht in die Rolle des Zulieferers drängen lassen wollen. Deshalb habe sich VW mit 300 Millionen Euro beim Uber-Konkurrenten Gett eingekauft und gegen eine Zusammenarbeit mit Uber entschieden. Das sei ein Markt, in den gerade richtig Bewegung komme: "In absehbarer Zeit wird auch dort Geld verdient."

Elektrotechnologie wird billiger als Dieselmotor 
 

Zur Zukunft des Dieselmotors sagte Müller, wegen der immer strengeren Abgasregeln werde die Technologie immer teurer, gleichzeitig werde die Elektromobilität immer kostengünstiger. "Irgendwann kreuzen sich die Kurven", so der VW-Chef. "Dieselmotoren haben eine Zukunft, aber möglicherweise nicht mehr in allen Klassen".

Derzeit leide die Elektromobilität noch unter den hohen Preisen, aber auch unter der Infrastruktur zum Aufladen und fehlenden Reichweiten. Die Kaufprämie allein genüge offensichtlich nicht. Schon bald werde VW aber ein Schnellladeprojekt umsetzen, mit dem Batterien in 15 Minuten zu 80 Prozent aufgeladen werden könnten. Die für 2020 geplanten neuen Modelle sollten 500 bis 600 Kilometer Reichweite haben.

VW zu "obrigkeitshörig" 
 

Müller kritisierte auch die jahrelange Konzernkultur beim Autobauer: "Unser Unternehmen leidet schon daran, dass wir bislang zu obrigkeitshörig waren. Alles war sehr zentralistisch organisiert und auf wenige Personen an der Spitze konzentriert." Viele Projekte seien im mittleren Management hängen geblieben. Und VW sei zu hierarchisch aufgestellt gewesen: "Früher wurde in Wolfsburg darüber befunden, wie ein Auto in Indien oder Amerika auszusehen hat. Das macht keinen Sinn", sagte er.

"Wir reden heute über Vernetzung, autonomes Fahren, Digitalisierung des Konzerns", sagte Müller. "Da muss man den Mut haben, Verantwortung abzugeben", so der Vorstandschef.

DJG/hru

(END) Dow Jones Newswires

September 11, 2016 05:49 ET (09:49 GMT)

Copyright (c) 2016 Dow Jones & Company, Inc.

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