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Auch andere Stromnetzbetreiber planen deutliche Erhöhung der Gebühren

Von Christian Grimm

BERLIN (Dow Jones)-Nachdem der Übertragungsnetzbetreiber Tennet nach vorne geprescht ist, ziehen die anderen nach. Auch die Betreiber 50 Hertz und Amprion wollen die Netzentgelte deutlich anheben. Für Privathaushalte und Unternehmen steigt deshalb nächstes Jahr die Stromrechnung. Bei Transnet BW steht die Entscheidung noch aus.

Die Übertragungsnetzbetreiber transportieren den Strom mit ihren Höchstspannungsleitungen über große Distanzen und halten das Netz stabil. Wegen des raschen Ausbaus von Windkraft und Solaranlagen müssen die Betreiber immer häufiger in das Netz eingreifen und Ökostromanbieter entschädigen. Und das kostet Geld. Im vergangenen Jahr war es über eine 1 Milliarde Euro.

Für die Wirtschaft wird es teuer 
 

Während Tennet in seiner breiten Schneise von Nord nach Süddeutschland die Netzentgelte um 80 Prozent anheben will, plant 50 Hertz aus dem Osten der Republik mit 45 Prozent mehr. 90 Prozent davon gingen auf das Konto von Eingriffen zur Netzstabilität, sagte ein Sprecher zu Dow Jones Newswires. Für einen durchschnittlichen Haushaltskunden wird die Stromrechnung im nächsten Jahr um 15 Euro steigen, schätzt 50 Hertz. Kleinere Gewerbekunden und Supermärkte müssten sich auf einen Anstieg um 10.000 Euro einstellen, Industriekunden mit 100.000 Euro rechnen.

Bei Tennet sind die Kostensteigerungen nach eigenen Angaben noch höher. Während der Durchschnittshaushalt 30 Euro pro Jahr mehr überweisen muss, hat ein mittelständisches Industrieunternehmen mit einem Jahresverbrauch von 300 Millionen Kilowattstunden Mehrkosten in Höhe von 2,7 Millionen Euro zu schultern.

Amprion kalkuliert nach den Worten eines Sprechers mit einem Aufschlag zwischen 10 und 12 Prozent. Beispielrechnungen konnte das Unternehmen, dessen Stromnetz den Westen Deutschlands überzieht, noch nicht nennen.

Am Freitag kommender Woche müssen die vier Großnetzbetreiber offiziell ihre vorläufigen Zahlen für die Netzentgelte benennen, die sich aber in der Vergangenheit als sehr valide erwiesen haben.

Der Ausbau der Netze kommt nicht hinterher 
 

"Hauptursache für den Anstieg ist, dass der Netzausbau nicht so schnell vorankommt wie der Zubau der Erneuerbaren", klagte Tennet-Deutschlandchef Urban Keussen im Handelsblatt. Deshalb müssen immer häufiger Windräder und Solaranlagen vom Netz genommen werden, schlicht weil die Kapazität im Netz fehlt. Die Besitzer der Anlagen werden dennoch für ihren nicht abgenommenen Grünstrom entschädigt. Zu allem Überfluss müssen in den Regionen, wo der Ökostrom wegen überlasteter Leitungen nicht ankommt, fossile Kraftwerke hochgefahren werden. Auch dafür fallen Kosten an, die schließlich an die Stromkunden durchgereicht werden.

Hinter den Kulissen tobt zwischen den vier Übertragungsnetzbetreibern ein harter Kampf. Weil im Bereich von Tennet und 50 Hertz besonders viele Windräder stehen, müssen sie viel häufiger in das Netz eingreifen, um es vor einem Stromausfall zu bewahren. Deshalb sind die Aufwände dafür dort viel höher als bei Amprion und Transnet BW, wie sich auch in den viel steileren Aufschlägen sehen lässt. Deshalb plädieren Tennet und 50 Hertz für bundesweit einheitliche Netzentgelte. Die Große Koalition arbeitet bereits an einer entsprechenden Gesetzesänderung, die noch im Herbst kommen soll. "Das Bundeswirtschaftsministerium erarbeitet derzeit Maßnahmen, um eine faire Lastenverteilung zu gewährleisten", heißt es aus Haus von Sigmar Gabriel (SPD). Bei Amprion und Transnet BW stoßen diese Pläne auf wenig Gegenliebe. "Wir lehnen bundeseinheitliche Netzentgelte ab", betonte Amprion-Chef Hans-Jürgen Brick.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/chg/jhe

(END) Dow Jones Newswires

September 23, 2016 10:10 ET (14:10 GMT)

Copyright (c) 2016 Dow Jones & Company, Inc.

© 2016 Dow Jones News
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