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MÄRKTE USA/Neue Ermittlungen in Clinton-Email-Affäre belasten Aktien

NEW YORK (Dow Jones)--Trotz augenscheinlich guter Wachstumsdaten haben sich die US-Börsen mit kleinen Verlusten aus der Woche verabschiedet. Beobachter machten dafür neue Ermittlungen des FBI in der Email-Affäre von US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton verantwortlich, die am Freitagnachmittag (Ortszeit New York) bekanntwurden. Damit scheint kurz vor der Wahl am 8. November deren Ergebnis wieder offen. Zuletzt hatte Clinton, die auch Favoritin der Wall Street ist, in den Umfragen klar vor ihrem Konkurrenten Donald Trump gelegen.

Die nun angekündigten Ermittlungen gegen die Kandidatin lasteten nicht nur auf den Aktienkursen, sondern auch auf dem Dollar. Gold und Anleihekurse legten dagegen zu.

Der Dow-Jones-Index fiel um 0,1 Prozent auf 18.161 Punkte. Der S&P-500 zeigte sich 0,3 Prozent niedriger, und der Nasdaq-Composite verlor 0,5 Prozent. Umgesetzt wurden 967 (984) Millionen Aktien. Dabei standen 1.212 Kursgewinnern 1.801 -verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 102 Titel.

Mit einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 2,9 Prozent im dritten Quartal wurde die Erwartung eines Plus von 2,5 Prozent übertroffen. Damit verzeichnete die US-Wirtschaft das stärkste Quartal seit rund zwei Jahren. Zuletzt hatte das Wachstum drei Quartale in Folge unter der Marke von 2 Prozent gelegen. Auch der mit Spannung erwartete BIP-Deflator lag mit einem Plus von 1,5 Prozent über der Prognose einer Zunahme um 1,3 Prozent.

Beobachter bemängelten allerdings, dass der Konsum, der für fast zwei Drittel der Wirtschaft steht, im dritten Quartal nur noch um 2,1 Prozent zulegte, während im Vorquartal ein Plus von 4,3 Prozent verzeichnet worden war. Zudem wurde ein erhöhter Lageraufbau verzeichnet.

Überdies fiel der Index der Universität Michigan für die Verbraucherstimmung in den USA in der zweiten Umfrage überraschend zurück. Ökonomen hatten hier einen Anstieg erwartet.

Die ebenfalls vorbörslich veröffentlichten Arbeitskosten in den USA sind im dritten Quartal dieses Jahres wie erwartet moderat gestiegen und haben damit den Trend eines stetigen, aber unspektakulären Wachstums fortgesetzt.

Eine Zinserhöhung der US-Notenbank im Dezember scheint trotz der nicht in allen Punkten überzeugenden Konjunkturdaten sicher. "Die Zinserwartungen verändern sich kaum", hieß es von einem Händler. Eine Zinserhöhung im Dezember sei aktuell zu 73,1 Prozent eingepreist. Mitte der Woche waren es aber schon etwa 78 Prozent gewesen.

Google-Mutter Alphabet überzeugt - Amazon unter Druck 
 

Die jüngsten Quartalsausweise gaben ein gemischtes Bild ab. Die Google-Mutter Alphabet hat im dritten Quartal das starke Wachstum fortgesetzt. Die Umsätze legten fast ausschließlich dank weiterhin sprudelnder Werbeeinnahmen um 20 Prozent zu. Der Gewinn je Aktie vor Sonderposten erhöhte sich auf 9,06 Dollar und übertraf damit die Analystenprognose von 8,62 Dollar klar. Für die Aktie ging es um 0,3 Prozent nach oben.

Dagegen fielen Amazon um 5,2 Prozent. Im dritten Quartal verdiente der Konzern zwar mehr als dreimal so viel wie im Vorjahreszeitraum, doch hatten Analysten deutlich mehr erwartet. Der Grund für die verfehlten Erwartungen liegt in den Versandkosten, die im Quartal unerwartet stark stiegen.

Der Ölkonzern Exxon Mobil hat im dritten Quartal wegen der hartnäckig niedrigen Ölpreise und schwacher Raffineriemargen deutlich weniger verdient als im Vorjahreszeitraum. Gleichwohl übertraf Exxon die niedrigen Gewinnerwartungen der Analysten. Die Aktie gab um 2,5 Prozent nach. Auch Chevron hat im abgelaufenen dritten Quartal wegen der gefallenen Ölpreise weniger umgesetzt und verdient. Im Vergleich zu den ersten beiden Quartalen laufe das Geschäft aber schon wieder besser, sagte Chevron-Chef John Watson. Die Aktie gewann 3,9 Prozent.

Baker Hughes profitierten von einem geplanten Zusammenschluss. Der US-Mischkonzern General Electric plant, sein Öl- und Gasgeschäft mit dem Ölfeldausrüster zu fusionieren, wie Baker Hughes bestätigte. Für die Baker-Hughes-Aktie ging es um 8,4 Prozent aufwärts. General Electric erhöhten sich um 2,1 Prozent.

Die Amgen-Aktie verlor 9,6 Prozent. Zwar hat das Unternehmen die Erwartungen bei Gewinn und Umsatz übertroffen und die Ziele angehoben. Doch gab es einige negative Nachrichten bei einzelnen Präparaten. So ist etwa der Absatz des Krebsmedikaments Neupogen wegen der Konkurrenz eines Novartis-Produkts um 36 Prozent gefallen.

Übernahmespekulationen trieben den Kurs von Dean Foods um 10,7 Prozent nach oben. Angeblich ist der chinesische Getränkehersteller Hangzhou Wahaha an dem Lebensmittelkonzern interessiert. Ein Sprecher von Dean Foods wollte das Gerücht nicht kommentieren.

Advanced Micro Devices (AMD) verbesserten sich um 1,3 Prozent. Apple wird sein neues MacBook Pro mit AMD-Chips ausstatten.

Irak und Iran beharren auf Fördermenge - Ölpreis sackt ab 
 

Die Ölpreise bauten anfangs leichte Abgaben im späten Handel deutlich aus. Laut informierten Kreisen weigern sich der Irak und Iran, ihre Fördermenge einzufrieren. Das schürte Nervosität unter den Akteuren, denn am Wochenende soll ein informelles Treffen der Opec stattfinden, auf dem Details einer möglichen Fördermengenbegrenzung vor dem nächsten regulären Opec-Treffen am 30. November diskutiert werden sollen. Daten des Ölfeldausrüsters Baker Hughes zu den in Betrieb befindlichen Ölförderanlagen verpufften, obwohl deren Zahl sich in der vergangenen Woche um zwei verringert hat. Es handelte sich um den ersten Rückgang seit neun Wochen. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel zum Settlement um 2,1 Prozent auf 48,70 Dollar. Brent ermäßigte sich um 1,5 Prozent auf 49,71 Dollar.

Die neuen Ermittlungen gegen Clinton beendeten vorerst die Aufwärtsbewegung der US-Anleiherenditen. Die Rendite zehnjähriger Papiere zeigte sich im späten Handel kaum verändert bei 1,84 Prozent. Das war allerdings das höchste Niveau seit Anfang Juni. Die BIP-Daten hätten dagegen keinen Einfluss auf das Handelsgeschehen, hieß es von einem Teilnehmer.

Der Dollar fiel nach den US-Wachstumsdaten zurück und baute seine Verluste zu den meisten Währungen mit Bekanntwerden der FBI-Ermittlungen gegen Clinton aus. Der Euro notierte im späten US-Handel bei rund 1,0980 Dollar. Zur mexikanischen Währung legte der Dollar jedoch von 18,71 auf 19,05 Pesos zu, wobei Händler eher von einer Schwäche des Peso als einer Stärke des Dollar sprachen. Präsidentschaftskandidat Donald Trump hatte für den Fall seines Wahlsiegs den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko und die Neuverhandlung von Handelsabkommen mit dem Nachbarland angekündigt. Sollte es dazu kommen, dürfte das der mexikanischen Wirtschaft einen herben Schlag versetzen, so die Befürchtung von Marktteilnehmern.

Der Goldpreis profitierte ebenso wie die Anleihekurse von der jüngsten Entwicklung in der Clinton-Email-Affäre und legte bis zum Settlement um 0,6 Prozent auf 1.276,80 Dollar zu. Im nachfolgenden elektronischen Handel stieg die Feinunze bis auf 1.284 Dollar.

=== 
INDEX                  zuletzt          +/- %   absolut  +/- % YTD 
DJIA                 18.161,19          -0,05     -8,49       4,22 
S&P-500               2.126,41          -0,31     -6,63       4,03 
Nasdaq-Comp.          5.190,10          -0,50    -25,87       3,65 
Nasdaq-100            4.805,59          -0,64    -30,85       4,62 
 
ANLEIHEN 
Kupon   Laufzeit  Notierung  Änderung  Rendite  Änderung 
3/4%    2-year     99 25/32  up 2/32   0,861% -2,4BPS 
1%      3-year    100 31/32  up 3/32   1,008% -2,7BPS 
1 1/4%  5-year     99 21/32  up 2/32   1,325% -1,3BPS 
1 5/8%  7-year     98 30/32  up 2/32   1,637% +0,3BPS 
1 1/2%  10-year    96 29/32  dn 1/32   1,847% +0,4BPS 
2 1/4%  30-year    92 16/32  dn 9/32   2,615% +1,4BPS 
 
DEVISEN                zuletzt          +/- %  Fr, 8:41  Do, 17:17   % YTD 
EUR/USD                 1,0984         +0,66%    1,0913     1,0916   +1,1% 
EUR/JPY               115,0383         +0,06%  114,9700     114,55  -26,3% 
EUR/CHF                 1,0848         +0,08%    1,0839     1,0842   -0,3% 
EUR/GBP                 0,9012         +0,61%    0,8971     1,1157  +22,4% 
USD/JPY                 104,74         -0,60%    105,37     104,95  -10,8% 
GBP/USD                 1,2188         +0,20%    1,2163     1,2180  -17,4% 
 
ROHOEL                 zuletzt      VT-Settl.     +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                48,77          49,72     -1,9%      -0,95  +11,3% 
Brent/ICE                49,73          50,47     -1,5%      -0,74  +11,3% 
 
METALLE                zuletzt         Vortag     +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)           1.275,71       1.268,30     +0,6%      +7,41  +20,3% 
Silber (Spot)            17,77          17,62     +0,9%      +0,15  +28,6% 
Platin (Spot)           980,40         964,25     +1,7%     +16,15  +10,0% 
Kupfer-Future             2,20           2,16     +1,5%      +0,03   +1,9% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln

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October 28, 2016 16:12 ET (20:12 GMT)

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