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dpa-AFX
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Börse Frankfurt-News: Zinsanstieg geht weiter (Anleihen)

FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - 2. Dezember 2016. Neben der erwarteten US-Leitzinserhöhung und den "Trumponomics" sorgt jetzt noch der höhere Ölpreis für Druck auf Anleihen und steigende Renditen.

Auch wenn das Tempo nachgelassen hat: Der weltweite Zinsanstieg hat sich diese Woche fortgesetzt. Grund sind nicht nur die fest erwartete US-Leitzinserhöhung in knapp zwei Wochen und die 'Trumponomics. "Dazu weckt der Opec-bedingte Ölpreisanstieg Inflationsphantasie", erklärt Patrick Harms von der HSH Nordbank. Die Opec hatte am Mittwoch beschlossen, erstmals seit 2008 die Ölfördermenge zu kürzen.

Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries kletterte jedenfalls von 2,36 Prozent am vergangenen Freitag auf aktuell 2,43 Prozent - vor der Wahl von Trump waren es nur 1,78 Prozent gewesen. Zehnjährige Bundesanleihen werfen aktuell 0,35 Prozent ab nach 0,23 Prozent vor einer Woche. Der Euro-Bund-Future liegt am Freitagmittag bei 160,23 nach 161,48 Punkten vergangenen Freitag; im September waren es noch über 168 Punkte gewesen.

Unruhepotenzial in Europa
"Dass der Bund-Future weiter fällt, ist schon auffällig. Immerhin ist die Lage in Europa durchaus heikel", bemerkt Gregor Daniel von der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank. Am Sonntag findet in Italien die Abstimmung über die Verfassungsänderung statt und in Österreich die Präsidentschaftswahl. "Dazu kommt die schwierige Lage vieler italienischer Banken", ergänzt der Händler. "Italiens Finanzminister Pier Carlo Padoan spricht weiter mit der EU über Hilfen für die angeschlagene Bank Monte Paschi."

EZB: Vorerst weiter mit Niedrigzinspolitik

Am kommenden Donnerstag findet die letzte EZB-Sitzung in diesem Jahr statt. "Einem Bericht von Reuters zufolge erwägt die Notenbank, formal ein Ende ihrer Anleihekäufe zu signalisieren, das Programm soll aber über den März hinaus verlängert werden", meldet Daniel.

Laut HSH Nordbank nimmt der Handlungsdruck auf die EZB wegen der Verknappung von Anleihen spürbar zu. Denn nicht überall sind die Renditen gestiegen: Zweijährige Bundesanleihen, beliebt als Sicherheiten bei kurzfristigen Kredit- und insbesondere Repo-Geschäften, erreichten vergangene Woche ein Renditetief von -0,78 Prozent. "Der Rückgang der Renditen deutet auf eine sich immer weiter verschärfende Knappheit von guten Sicherheiten hin, was Geschäfte auf dem Interbankenmarkt deutlich erschwert." Für die EZB-Sitzung werde daher nicht nur mit einer Entscheidung über die Verlängerung des Ankaufsprogramms gerechnet, sondern auch darüber, wie die Notenbanker ihr Programm in den besonders knappen Marktsegmenten weiter führen wollen.

USA: Ende des Wartens

Für die USA gilt der Zinsschritt am 14. Dezember als gesetzt. "Mit einer Arbeitslosenquote von unter 5 Prozent und einem fortgesetzten Anstieg der Stundenlöhne gibt es für die US-Notenbank keinen Grund, die Erhöhung des Leitzinsbandes um 25 Basispunkte hinauszuzögern", erklären Viola Julien und Ulrich Wortberg von der Helaba. Vom heute anstehenden US-Arbeitsmarktbericht für den November erhoffen sich Marktbeobachter Aufschluss über die weitere US-Geldpolitik. "Die Mehrheit rechnet bis Mitte 2017 mit einem weiteren Schritt. Zwei Erhöhungen sind bis Ende 2017 aber nicht eingepreist."

Lanxess-Anleihe kommt gut an

Im Handel mit Unternehmensanleihen stieß laut Rainer Petz von Oddo Seydler eine Neuemission des Spezialchemieunternehmens Lanxess auf extrem hohes Interesse. Die Hybridanleihe (WKN A2DACG) mit Kupon von 4,5 Prozent hat eine Laufzeit von 60 Jahren, kann allerdings erstmals 2023 gekündigt werden. "Da geht richtig viel um", berichtet der Händler. Die Mittel aus der Anleihe sollen für die Übernahme des US-Konkurrenten Chemtura eingesetzt werden. Hybridanleihen werden bei Zahlungsschwierigkeiten des Emittenten nachrangig behandelt.

Wenig los ist hingegen in den noch relativ neuen Anleihen von Südzucker (WKN A189JF) mit 1,25 Prozent Kupon und Laufzeit von sieben Jahren sowie von Grenke Finance (WKN A189PU) mit 1,125 Prozent bis 2022. "Das ist für Privatanleger noch nicht attraktiv genug", meint Daniel.

von: Anna-Maria Borse, 2. Dezember 2016, sie können sich kostenlos für unseren täglichen Newsletter per E-Mail anmelden. Registrieren Sie sich bei www.boerse-frankfurt.de/newsletter

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AXC0165 2016-12-02/15:10

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