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Venezuela: Wenn selbst die größten Ölvorkommen nicht mehr ausreichen

Venezuela mag ein interessantes Land sein. Für deutsche Touristen ist es jedoch tabu - spätestens seit der offiziellen Reisewarnung durch das Auswärtige Amt. Dennoch lohnt sich ein Blick auf das südamerikanische Land, denn Wirtschaftsinteressierte erleben dort Geschichte wie aus dem Lehrbuch.

Das Land hat in den 15 Jahren Herrschaft von Hugo Chavez die Abkehr von großen Teilen der Welt vollzogen. Die linksgerichtete Regierung konzentrierte sich auf Versorgung der Armen durch die Enteignung ausländischen Besitzes und reicher Venezolaner. Doch auch nach dem Tod von Chavez 2013 hat Venezuela keinen Wandel durchlebt. Ganz im Gegenteil.

Obwohl Venezuela die größten Ölvorkommen der Welt hat, kommt das Land nicht aus der wirtschaftlichen Dauerkrise. Nun hat das lateinamerikanische Wirtschaftsbündnis Mercosur Venezuela auch noch ausgeschlossen. Dem Land wird es damit noch weniger gelingen, aus seinen Rohstoffen Einkommen zu erzielen. Zwar wird der Mindestlohn ständig erhöht, aber das dient nur, um die Inflation auszugleichen - Einkommensverbesserungen gehen damit nicht einher. Das einzige was derzeit blüht ist die Inflation.

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Die Märkte feiern neue Rekorde – doch im Hintergrund braut sich eine Entwicklung zusammen, die alles verändern könnte. Die anhaltende Sperrung der Straße von Hormus sorgt laut IEA für eine der größten Energiekrisen aller Zeiten. Gleichzeitig schießen die Preise für Düngemittel und Agrarrohstoffe bereits nach oben.

Damit droht ein perfekter Sturm: steigende Energiepreise, explodierende Produktionskosten und ein möglicher Super-El-Nino, der weltweit Ernten gefährdet. Erste Auswirkungen sind längst sichtbar – Weizen, Soja und Kakao verteuern sich deutlich, während Lebensmittelpreise vor dem nächsten Sprung stehen könnten.

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