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MÄRKTE ASIEN/Fallende Rohstoffpreise ziehen Aktien mit nach unten

Von Kenan Machado

SCHANGHAI/TOKIO (Dow Jones)--An den asiatischen Aktienmärkten prägen Gewinnmitnahmen das Bild am Freitag. Damit folgen die Indizes den US-Pendants, denn auch an der Wall Street hatten Anleger Gewinne eingestrichen. Laut Händlern wird die Neigung zu Gewinnmitnahmen durch die am Abend anstehende Rede von US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen befördert. Zwar preisten die Finanzmärkte eine nächste US-Zinserhöhung im März bereits mehrheitlich ein, dennoch sei die anstehende Yellen-Rede eine gute Gelegenheit, aufgelaufene Gewinne am Aktienmarkt mitzunehmen, heißt es im Handel. Darüber hinaus bewirkt der zuletzt deutlich gestiegene US-Dollar einen signifikanten Preisverfall am Rohstoffmarkt, worunter das Sentiment am Aktienmarkt leidet. Dort trifft es Titel aus den Sektoren Öl und Bergbau, die zu den klaren Verlierern zählen.

Die rohstofflastige Börse in Australien hat bereits mit Abschlägen für den Leitindex S&P/ASX-200 von 0,8 Prozent geschlossen. In Schanghai verliert der Composite nach schwachen Konjunkturdaten 0,5 Prozent, Hongkong meldet Verluste von 0,6 Prozent. In Tokio sank der Nikkei-225 um 0,5 Prozent auf 19.469 Punkte, in Japan gingen die Ausgaben privater Haushalte unerwartet deutlich zurück. Auffallend schwach präsentiert sich die Börse in Seoul. Dort verschärfen sich die politischen Spannungen zwischen Südkorea und China, weil das Land am Aufbau eines Raketenabwehrsystems mit den USA arbeitet, um der nordkoreanischen Bedrohung zu begegnen. China lehnt dieses Ansinnen entschieden ab. Laut Medienberichten wurden Gruppenreisen chinesischer Touristen nach Südkorea bis auf Weiteres abgesagt. Urlauber aus der Volksrepublik stellen einen wichtigen Wirtschaftsfaktor in Südkorea.

Schwache Daten aus China 
 

Einen Dämpfer erhalten die Aktienmärkte der Region auch aus China: Denn der chinesische Dienstleistungssektor ist im Februar langsamer gewachsen als im Vormonat. Der Einkaufsmanagerindex des Markit-Instituts und des Medienhauses Caixin ermäßigte sich, blieb aber oberhalb der Wachstumsschwelle. Laut Analysten zeigen die Daten die langsamste Expansion seit vier Monaten.

Am Devisenmarkt ist der US-Dollar am Vortag bis über 114,50 Yen geklettert von Wechselkursen um 114 Yen, aktuell kommt der Greenback leicht auf 114,22 Yen zurück. Der feste Dollar sowie die Zinserhöhungserwartungen in den USA drücken den Goldpreis um 0,2 Prozent auf 1.232 Dollar gegenüber dem US-Handelsschluss - auf Tagessicht fallen die Verluste aber sehr viel stärker aus. "(...) der Markt preist eine Zinsanhebung im März mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent ein, auch dieser Umstand belastet den Goldpreis", sagt Rohstoffstrategin Helima Croft von RBC Capital Markets. Nach der Talfahrt des Vortages erholen sich die Ölpreise ganz vorsichtig, bleiben aber letztlich unter Druck. Die Eisenerzpreise in China geben signifikant nach.

Rohstoffwerte unter Druck 
 

In Sydney verlieren im Rohstoffstektor mit den fallenden Preisen Santos 3,3 Prozent und Woodside Petroleum 1,5 Prozent - in Tokio büßen Inpex 2,7 Prozent ein. Auch Bergbautitel in der Region stehen zum Teil gehörig unter Abgabedruck. In Seoul fallen wegen ausbleibender China-Touristen Werte aus der Reisebranche und dem Einzelhandel besonders deutlich. Korean Air Lines fallen um 4,8 Prozent, Asiana Airlines um 5,0. Nach einem guten Verkaufsstart der neuen Spielekonsole Switch steigen Nintendo in Tokio um 3,7 Prozent.

=== 
Index (Börse)                     zuletzt   +/- %   % YTD  Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)             5.729,60  -0,81%  +0,54%  06:00 
Nikkei-225 (Tokio)              19.439,04  -0,64%  +1,70%  07:00 
Kospi (Seoul)                    2.079,77  +1,09%  +2,63%  07:00 
Schanghai-Comp. (Schanghai)      3.216,09  -0,43%  +3,62%  08:00 
Hang-Seng-Index (Hongkong)      23.585,39  -0,60%  +7,81%  09:00 
Straits-Times (Singapur)         3.108,71  -0,89%  +7,91%  10:00 
KLCI (Malaysia)                  1.708,59  -0,41%  +4,07%  10:00 
 
DEVISEN  zuletzt  +/- %    00:00  Do, 9:40 Uhr  % YTD 
EUR/USD   1,0520  +0,1%   1,0507        1,0539  +0,0% 
EUR/JPY   120,10  -0,1%   120,18        120,44  -2,3% 
EUR/GBP   0,8578  +0,2%   0,8564        0,8574  +0,6% 
GBP/USD   1,2265  -0,0%   1,2269        1,2293  -0,6% 
USD/JPY   114,17  -0,2%   114,39        114,28  -2,3% 
USD/KRW  1155,25  +0,4%  1150,68       1143,66  -4,3% 
USD/CNY   6,9000  +0,1%   6,8899        6,8824  -0,7% 
USD/CNH   6,8940  +0,1%   6,8855        6,8768  -1,2% 
USD/HKD   7,7629  +0,0%   7,7624        7,7631  +0,1% 
AUD/USD   0,7559  -0,2%   0,7572        0,7650  +4,8% 
 
ROHÖL           zuletzt  VT-Settl.  +/- %  +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex         52,70      52,61  +0,2%     0,09   -4,9% 
Brent/ICE         55,15      55,08  +0,1%     0,07   -4,9% 
 
METALLE         zuletzt     Vortag  +/- %  +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)    1.231,81   1.234,60  -0,2%    -2,79   +7,0% 
Silber (Spot)     17,76      17,68  +0,5%    +0,08  +11,5% 
Platin (Spot)    988,55     986,50  +0,2%    +2,05   +9,4% 
Kupfer-Future      2,67       2,68  -0,2%    -0,01   +6,7% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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(END) Dow Jones Newswires

March 03, 2017 01:19 ET (06:19 GMT)

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