Vor fast 25 Jahren wurde die SGL Gruppe aus der Höchst AG ausgegliedert. Während der Chemiekonzern nur noch Teil der deutschen Industriegeschichte ist, hat SGL den harten Wettbewerb und schwierige Jahre der Restrukturierung überlebt. Nun befindet sich das Unternehmen aus Wiesbaden auf dem Endspurt der vielleicht größten Neuaufstellung in der Unternehmenshistorie. "Wir sind kein Zulieferer mehr für die Stahlindustrie", betonte CEO Jürgen Köhler auf der diesjährigen Bilanzpressekonferenz und gab damit die neue Richtung vor. Nach harten Jahren des Umbaus soll aus SGL ein lupenreiner Technologiekonzern werden, mehr "TecDAX als MDAX", wie es Köhler nannte. 2017 befindet man sich auf der Zielgeraden. Mit der japanischen Showa Denko hat man einen Käufer für das Graphitelektrodengeschäft gefunden. Das spült 200 Mio. Euro in die Kasse; es fehlt nur noch die Zustimmung der US-Kartellbehörden. Ein ähnlich hohen Betrag könnte der Verkauf der Sparte CFL/CE ...
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