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25.04.2017 | 20:17
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Inhaltsverzeichnis

  • Darum müssen die Bullen nun schnell nachlegen

Darum müssen die Bullen nun schnell nachlegen

Es gibt zwei sich ergänzende Aspekte, die sich seit Jahresbeginn wie ein roter Faden durch meine Analysen ziehen. So hatte ich gleich in meinen ersten drei Ausgaben der Börse-Intern einerseits klar gemacht, dass der DAX 2017 noch Potential hat, Aktienanleger auch 2017 beste Chancen auf Rendite haben und das anhaltende Wirtschaftswachstum positiv für den DAX ist. Andererseits hatte ich stets darauf hingewiesen, dass die Kurse bereits relativ weit gelaufen und die Aktienmärkte dadurch schon recht hoch bewertet sind, insbesondere in den USA. Daher hatte ich auch immer wieder vor einer größeren Gegenbewegung gewarnt.

Doch alle Anzeichen einer beginnenden Korrektur (z. B. mögliches Trendabschlussmuster im S&P 500, Unsicherheits-Trumpet(e) im Dow Jones, bearisher Keil im DAX) wurden bislang immer wieder nach oben aufgelöst. Aber auch auf diese Möglichkeit hatte ich wiederholt hingewiesen. So schrieb ich unter anderem, dass Übertreibungen lange anhalten können und man sich daher nicht gegen den Trend stellen soll ("the trend is your friend"). Statt Short-Positionen sollte man daher lieber die Stopps kontinuierlich nachziehen.

Dieser rote Faden bestimmt auch jetzt noch meine Analysen. Ich erwarte unverändert eine größere Korrekturbewegung. Offen bleibt aber weiterhin, wann diese kommen wird. Daher ist das neue Allzeithoch im DAX für mich auch kein Grund, nun in Euphorie zu verfallen. Vielmehr müssen die Bullen möglichst schnell nachlegen, um die kurzfristig bullishen Signale erst einmal zu bestätigen.

DAX steht lediglich wieder am oberen Ende des Aufwärtstrends

Gestern hat Ihnen Torsten Ewert bereits den wesentlichen Aufwärtstrendkanal in einem bereinigten DAX-Chart gezeigt. Bis zum 7. März hatte ich im DAX einen einzelnen Trendkanal betrachtet (dunkelgrün im folgenden Chart), der seit Juni 2016 gültig ist und dessen untere Linie durch das nicht angelaufene Alpha-Target (roter Kreis) lief. Ab dem 7. März hatte ich noch einen weiteren Trendkanal eingezeichnet (gelb), der ebenfalls seit Juni 2016 gültig ist, aber innerhalb des anderen Trendkanals etwas schmaler und steiler verläuft.

DAX - Target-Trend-Analyse

Inzwischen kreuzen sich die oberen Linien beider Trendkanäle. Und genau an diesen Kreuzwiderstand ist der DAX mit seiner aktuellen Aufwärtsbewegung herangelaufen (roter Pfeil im Chart). Sowohl gestern als auch heute konnte der DAX diesen Widerstand nicht brechen. Ist die gestrige Bullenparty also trotz neuem Allzeithoch schon wieder beendet?

Auch der Nasdaq100 steht an einer Aufwärtstrendlinie

Auch die US-Indizes stecken in einer ähnlichen Situation. So hat zwar auch der Nasdaq100 gestern ein neues Allzeithoch erreicht, doch steht der Kurs dort nun ebenfalls an einer wichtigen Widerstandslinie, die Torsten Ewert gestern mit dem Chart des US-Technologieindex mitgeliefert hat (roter Kreis im Chart).

Nasdaq100 - Chartanalyse

S&P 500 und Dow Jones noch ohne neues Trendhoch

S&P 500 und Dow Jones haben dagegen noch kein neues Trendhoch erreicht. Immerhin konnten beide jedoch ihre kurzfristigen Abwärtstrendkanäle brechen, allerdings haben sie es nun auf dem Weg nach oben noch mit den jeweiligen Zwischenhochs der Abwärtsbewegung als horizontale Widerstände zu tun (rote horizontale Linien).

S&P 500 - Chartanalyse

Dow Jones - Chartanalyse

Erst wenn es auch in diesen beiden Indizes zu neuen Trendhochs kommt, ist die Konsolidierung vollständig überwunden.

Fazit

Trotz Allzeithoch im DAX und Nasdaq100 gibt es noch keinen Grund für Euphorie. Die Bullen müssen kurzfristig erst noch nachlegen, um die Ausbruchssignale der aktuellen Aufwärtslücken zu bestätigen. Gelingt ihnen dies, ist mit kurzfristig weiter steigenden Kursen zu rechnen. Dafür spricht auch, dass die Konsolidierungen der vergangenen Wochen in den Aktienindizes außer dem Nasdaq100 in Form von Flaggenformationen auftraten und damit trendbestätigend sind.

Doch übergeordnet erwarte ich nach wie vor in diesem Jahr noch eine größere Gegenbewegung. Die aktuellen Tiefs der Konsolidierungen bieten sich also an, um die Stopps bis dorthin weiter nachzuziehen. Im Falle einer Wende hin zu einer größeren Korrektur könnte man damit möglichst nah am Hoch aussteigen.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus


© 2017 Börse-Intern