Von Andreas Kißler
BERLIN (Dow Jones)--Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) hat Vorschläge ihres Hauses bekräftigt, Fremd- und Eigenkapital steuerlich in Zukunft gleich zu behandeln.
"Wir erhoffen uns davon eine Belebung des Investitionsklimas gerade in den kleineren und mittleren Unternehmen", sagte Zypries bei einer Wirtschaftskonferenz des Verbandes "Die Familienunternehmer" in Berlin. Es sei "nicht gerecht, Investitionen, die aus Eigenkapital finanziert werden, steuerlich schlechter zu behandeln als kreditfinanzierte Investments", sagte die SPD-Politikerin zur Begründung. "Deshalb wollen wir das ändern."
Zypries machte sich zudem für eine steuerliche Forschungsförderung stark, indem Personalaufwendungen von Betrieben mit bis zu 1.000 Beschäftigten steuerlich absetzbar sein sollten. "Ich hoffe, dass wir den Finanzminister davon überzeugen können, dass das eine sinnvolle Maßnahme wäre", sagte Zypries. Sie sei hierfür zuversichtlich.
Zudem meinte sie, die Strompreise seien in Deutschland im europäischen Vergleich immer noch zu hoch. "Wir müssen nächste Legislaturperiode da herangehen", konstatierte sie. "Das wissen wir." Es gebe aber noch "jede Menge Altlasten".
Für ihre in Kürze bevorstehende USA-Reise kündigte Zypries an, die US-Partner von möglichen Sanktionen wegen des deutschen Exportüberschusses abbringen zu wollen. "Wir wollen erklären, wir wollen dafür werben", sagte sie. Käme es doch dazu, wäre dies "eine echte Lose-Lose-Situation".
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May 18, 2017 11:42 ET (15:42 GMT)
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