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Commerzbank: Niedrige Inflation und Produktivität bremsen Löhne

Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Lohnanstieg in Deutschland wird nach Einschätzung der Commerzbank von verschiedenen Faktoren gebremst. Neben der Globalisierung seien das die niedrige Inflation und das schwache Produktivitätswachstum, schreibt Commerzbank-Chefvolkswirt in einem Kommentar. Am Morgen hatte das Statistische Bundesamt einen leicht beschleunigten Anstieg der Tariflöhne gemeldet.

Laut Destatis erhöhten sich die Tariflöhne mit einer Jahresrate von 2,8 Prozent. Im Durchschnitt der vergangenen 20 Quartale waren es 2,5 Prozent gewesen. "Im fast vollbeschäftigten Deutschland müssten die Lohnzuwächse eigentlich deutlich zulegen", kommentierte Krämer das Ergebnis. Auf stärkere Lohnanstiege hofft zum Beispiel auch die Europäische Zentralbank (EZB), weil nur so ein binnenwirtschaftlicher, "grundlegender" Inflationsdruck zu Stande kommt.

Niedrige Inflation drückt Inflationserwartungen und Lohnforderungen 
 

Der EZB-Rat dürfte seine Geldpolitik bei der Sitzung am nächsten Donnerstag vor allem deshalb wieder nicht ändern, weil er eben diesen grundlegenden Inflationsdruck weiterhin nicht sieht. Krämer weist darauf hin, dass die schwache Inflation ihrerseits auf die Lohnentwicklung zurückwirkt. "Das hat die Inflationserwartungen der Menschen gedrückt, deshalb haben die Gewerkschaften bei den Tarifverhandlungen weniger Inflationsausgleich gefordert", argumentiert er.

Trotzdem sei es ihnen gelungen, dass die Löhne seit ein paar Jahren stärker stiegen als die Verbraucherpreise - der Anstieg der Reallöhne habe sich sogar deutlich beschleunigt. Im ersten Quartal stand einem Anstieg der Tariflöhne um 2,8 Prozent Destatis zufolge eine durchschnittliche Jahresrate der Verbraucherpreise von plus 1,9 Prozent gegenüber. Die niedrige Inflation stützt die Reallöhne, was den privaten Konsum antreibt und damit auch das Wirtschaftswachstum.

Als weiteren lohnbremsenden Faktor nennt der Commerzbank-Chefvolkswirt die Globalisierung: "Viele Unternehmen verfügen heute über globale Produktionsketten und können auf andere Länder ausweichen, falls die Arbeitskosten im Heimatland zu stark zulegen."

Schwaches Produktivitätswachstum verkleinert Verteilungsspielraum bei Tarifabschlüssen 
 

Als dritten Faktor hat Krämer das schwache Produktivitätswachstum identifiziert. Der Rückgang auf Wachstrumsraten von nur 0,7 Prozent von zuvor rund 2 Prozent schränke aus Sicht der Unternehmen den Verteilungsspielraum bei Lohnverhandlungen ein, argumentiert Krämer. "In Deutschland kommt hinzu, dass die Unternehmen wegen der Knappheit an Arbeitskräften auch weniger produktive Arbeitskräfte eingestellt haben, das ist die normale Kehrseite des Beschäftigungsbooms", argumentiert er.

Die oben genannten Argumente gelten (mit Ausnahme des letzteren) für die Eurozone mit ihrer viel höheren Arbeitslosigkeit umso mehr. Das dürfte laut Krämer verhindern, dass die Inflation in Richtung des EZB-Inflationsziels von knapp 2 Prozent steigt, wenn man von den schwankungsanfälligen Energiepreisen absieht. "Die Tauben im EZB-Rat werden die niedrige Inflationsrate als Argument nutzen, trotz des merklichen Wirtschaftswachstums noch lange an ihrer Nullzinspolitik festzuhalten", prognostiziert Krämer.

Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/sha

(END) Dow Jones Newswires

May 30, 2017 04:13 ET (08:13 GMT)

Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.

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