Erinnern Sie sich an den Kurssturz 2013, als Ben Bernanke den Einstieg in den Ausstieg der Anleihenkäufe bekannt gab?! Das will Mario Draghi unbedingt vermeiden. Was also tut er. Die gute Konjunktur kann er nicht leugnen, denn der ZEW unterstreicht sie einmal mehr. Stefan Scharffetter von der Baader Bank zieht Schlussfolgerungen. Eine Panik wie 2013 werde an den Finanzmärkten nicht passieren. Diese Woche werde sich Mario Draghi mit seinem EZB-Team wohl nicht festlegen, sagt Stefan Scharffetter von der Baader Bank im Gespräch mit Antje Erhard. Einerseits wolle er den Ausstieg aus den Anleihenkäufen, andererseits soll keine Assetklasse darunter leiden... Der ZEW Index unterstreiche jedenfalls die robuste deutsche Konjunktur, und die sei auch in der Eurozone insgesamt stark. Warum aber reagiert der DAX dann so verhalten?
Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.
Gleichzeitig vollzieht sich an der Wall Street ein lautloser Favoritenwechsel. Während viele auf Wachstum setzen, feiern Value-Titel mit verlässlichen Cashflows ihr Comeback: Telekommunikation, Industrie, Energie, Pharma – die „Cashmaschinen“ der Realwirtschaft verdrängen hoch bewertete Hoffnungsträger.
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