FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro
Nach wie vor wird die Gemeinschaftswährung durch die politische Entwicklung in den USA gestützt. Devisenexperte Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank sprach von einem "Dauer-Chaos" in Washington, das den Dollar belastet und dem Euro im Gegenzug Auftrieb verleiht. "So sehr im November und Dezember Donald Trumps Wahlsieg dem Dollar geholfen hatte, so sehr werden der US-Präsident und die republikanische Kongress-Mehrheit nun zu Belastungsfaktoren für die US-Währung", sagte Leuchtmann.
In diesem Umfeld konnten robuste Konjunkturdaten aus dem Euroraum der Gemeinschaftswährung keinen weiteren Auftrieb geben. Die Arbeitslosenquote ist auf den tiefsten Stand seit mehr als acht Jahren gefallen. In Deutschland ist unterdessen die Nachfrage nach Arbeitskräften auf ein neues Rekordhoch geklettert. Die Inflation im Euroraum blieb wie von Experten erwartet stabil, wobei die Kernteuerung leicht anzog.
Für etwas Auftrieb beim Euro sorgten am Nachmittag schwache Konjunkturdaten aus den USA. Das Geschäftsklima in der Region Chicago ist im Juli überraschend deutlich gesunken, was den Dollar etwas unter Druck brachte.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89420 (0,89568) britische Pfund, 129,70 (130,37) japanische Yen und 1,1359 (1,1357) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1267,55 (1264,90) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 34 780,00 (34 773,00) Euro./tos/bgf/jha/
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AXC0180 2017-07-31/16:55
