BERLIN (dpa-AFX) - Das Fluggastrechte-Portal Fairplane zweifelt die Zuständigkeit des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg beim Insolvenzverfahren für die Air-Berlin-Tochter Niki an. Fairplane habe deshalb beim Gericht Beschwerde gegen die Eröffnung des Verfahrens in Deutschland eingelegt, bestätigte Fairplane-Sprecher Ronald Schmid am Mittwoch. Gleichzeitig sei ein Insolvenzantrag beim österreichischen Landesgericht Korneuburg gestellt worden.
Fairplane sehe einen Interessenskonflikt, wenn die
Insolvenzverfahren für Air Berlin
Eine Bestätigung des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg stand
noch aus. Ein Sprecher des vorläufigen Niki-Insolvenzverwalters
Lucas Flöther warnte, sollte die Beschwerde Erfolg haben, könnte der
Verkauf von Niki an die British-Airways-Mutter IAG
Der zu IAG gehörende spanische Billigflieger Vueling will wesentliche Teile von Niki für 20 Millionen Euro übernehmen. Dem müssen die europäischen Wettbewerbshüter noch zustimmen. Für die Zeit bis zum Vollzug der Übernahme stellt IAG zudem bis zu 16,5 Millionen Euro bereit, um Niki in der Luft zu halten.
Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg hatte sich im Dezember für das Insolvenzverfahren zuständig erklärt, obwohl Niki den Unternehmenssitz in Wien hat. Es sei maßgeblich, in welchem Staat sich der Mittelpunkt der hauptsächlichen Interessen der Schuldnerin befinde, hieß es zur Begründung./hgo/DP/das
ISIN GB00B128C026 DE0008232125 ES0177542018
AXC0057 2018-01-03/10:08
