WIEN (dpa-AFX) - Rund sechs Wochen nach der Insolvenz von Niki
ist am Montag das Bieterrennen um die Air-Berlin-Tochter in die
Schlussrunde gegangen. Der Gläubigerausschuss traf sich am
Nachmittag in Wien, um in einem zweiten Anlauf über den Verkauf der
Fluglinie zu beraten. In einem ersten Insolvenzverfahren in
Deutschland war der Zuschlag an den britisch-spanischen IAG
Dessen Tochter Vueling hatte für Niki 20 Millionen Euro und weitere 16,5 Millionen Euro als Massekredit zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes geboten. Auf Antrag des Fluggastportals Fairplane wurde aber in Österreich ein zweites Insolvenzverfahren am Landgericht Korneuburg eröffnet. Damit hatten Bieter erneut eine Chance, ein Angebot zu unterbreiten.
Unter den Interessenten war erneut der österreichische
Ex-Rennfahrer Niki Lauda. Der 68-Jährige, der die Airlinie 2003
gegründet hatte und 2011 ausgestiegen war, wollte nach eigenen
Worten zusammen mit dem Reiseveranstalter Thomas Cook
IAG-Chef Willie Walsh sieht unterdessen großes Potenzial in dem Deal. "Wenn wir den Zuschlag für Niki bekommen, sehen wir ein Wachstumspotenzial für mindestens 30 Flugzeuge", sagte Walsh der Zeitung "Die Presse" (Montag). Zudem würde die Luftfahrtgruppe über die Billig-Langstrecken-Tochter Level in zwei bis drei Jahren auch Interkontinental-Flüge ab Wien anbieten.
Die IAG-Tochter Vueling hat bisher drei Millionen Euro in den Weiterbetrieb von Niki investiert, die von einem etwaigen neuen Käufer zurückgezahlt werden müssten. Die IAG will alle rund 1000 Niki-Beschäftigten übernehmen.
Lauda hat für den Fall einer Entscheidung zu seinen Gunsten
bereits mit der Lufthansa
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