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08.02.2018 | 15:00
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HSH Nordbank·Mehr Nachrichten von HSH Nordbank

Zu Wochenbeginn haben die Renditen von Treasuries und Bundesanleihen weiter zulegen können - die zehnjährigen US-Anleihen sind auf fast 2,90 % gestiegen, die deutschen Pendants auf nahezu 0,80 %. Hintergrund dieser Bewegung waren Ängste der Anleger, dass die Notenbanken eine schnellere Gangart bei ihrer geldpolitischen Normalisierung wählen könnten. Der US-Arbeitsmarktbericht für Januar wies einen Stellenaufbau von 200 Tsd. und eine Arbeitslosenquote von 4,1 % aus und war damit überzeugend ausgefallen. Vor allem aber zeigte er ein Lohnwachstum von 2,9 % im Vergleich zum Vorjahr, ein deutlich höherer Wert als zuvor. Wenn die Löhne also jetzt stärker steigen sollten, dürfte sich dies in höheren Inflationsraten äußern, worauf die Fed möglicherweise mit einer schnelleren Straffung reagieren würde. Eine Zunahme der Inflationsraten könnte zudem den Zinsanstieg am langen Ende weiter befeuern.

Die höheren Renditen machen den Rentenmarkt im Vergleich zum Aktienmarkt attraktiver, was in der Folge zu einer erheblichen Korrektur zunächst auf dem US-Aktienmarkt und dann auf dem europäischen Aktienmarkt führte. Daraufhin sanken die Renditen, konnten sich aber zuletzt stabilisieren. Die Marktbewegungen zeigen, wie schnell der Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik außer Kontrolle geraten kann. Bisher hat die Fed den Ausstieg gut gemeistert. Für die EZB sollten sie ein Warnsignal sein, ihren Ausstieg nicht zu langsam und/oder zu spät anzugehen. Aufgrund der großen Nervosität an den Finanzmärkten sagte Griechenland einen schon länger anvisierten Kapitalmarktauftritt ab.

Weiteres Öl ins Feuer goss der Tarifabschluss der IG Metall für Baden-Württemberg. Danach erhalten die Beschäftigten ab April 4,3 % mehr Gehalt, 2019 folgen Erhöhungen um nochmals etwa 3 %. Der Tarifabschluss wird wohl für die gesamte Bundesrepublik übernommen. Das könnte für höheren Lohn- und damit Preisdruck sorgen. CDU/CSU und SPD haben sich in einem zähen Ringen auf einen gemeinsamen Koalitionsvertrag einigen können. Dieser muss jetzt noch von den SPD-Parteimitgliedern in einer Abstimmung angenommen werden. Mitte März könnte dann - wenn alles gut läuft - eine neue Bundesregierung stehen. Der Government Shutdown in den USA ist noch nicht komplett vom Tisch, kann aber wohl mit einer Zwischenfinanzierung bis Ende März verhindert werden. Gleichzeitig muss eine Lösung für den endgültigen Haushalt des laufenden Fiskaljahres gefunden werden.

Die Konjunkturindikatoren waren auch diese Woche wieder überzeugend. Der Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen für die Eurozone ist auf ein neues Allzeithoch gestiegen, genauso wie der Composite PMI Index. Der ISM-Index aus den USA - ebenfalls für den Dienstleistungssektor - hat einen Sprung auf fast 60 Punkte gemacht. In der kommenden Woche sind insbesondere die BIP-Zahlen für Q4 2017 für die Euro-Länder und die US-Industrieproduktionszahlen interessant. Die Renditen sollten sich auf ihren gefundenen höheren Niveaus stabilisieren.


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