Von Ulrike Dauer
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Beiersdorf AG hat im abgelaufenen Jahr unterm Strich deutlich weniger verdient, obwohl Umsatz, operativer Gewinn (EBIT) und operative Marge stiegen. Beim Nettoergebnis machten sich allerdings negative Wechselkurseffekte durch den starken Euro, Wertverluste bei Finanzanlagen sowie der Wegfall eines Einmalertrags aus dem Vorjahr bemerkbar. Auch die Analysten wurden enttäuscht, die mit einer Steigerung beim Nettogewinn gerechnet und auch operativ mehr erwartet hatten. Die Dividende soll bei 0,70 Euro pro Aktie bleiben.
Im aktuellen Jahr will das traditionsreiche Hamburger Unternehmen den Umsatz leicht um 4 Prozent steigern. Die Marge beim operativen Gewinn soll auf Vorjahresniveau der erreichten 15,4 Prozent bleiben, der Nachsteuergewinn "signifikant" steigen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der operative Gewinn um 7,1 Prozent auf rund 1,088 Milliarden Euro. Hier hatten Analysten in einer Factset-Umfrage eine Schippe mehr auf 1,095 Milliarden Euro erwartet.
Nach Steuern und Dritten sank der Gewinn um 5,2 Prozent auf 672 Millionen Euro von 709 Millionen. Analysten hatten hier mit einem Anstieg auf 725 Millionen gerechnet.
Die EBIT-Umsatzrendite stieg auf 15,4 Prozent und war somit leicht über dem Vorjahreswert von 15 Prozent, wie angekündigt. Nach Steuern fiel die Umsatzrendite allerdings auf 9,8 Prozent, unterhalb der vom Unternehmen in Aussicht gestellten 10 Prozent. Im Jahr zuvor waren es noch 10,8 Prozent.
Wie bereits im Januar berichtet, stieg der Umsatz gruppenweit auf 7,056 Milliarden Euro, organisch ein Wachstum von 5,7 Prozent, rechnerisch ein Plus von 4,5 Prozent.
Getrieben wurden der Umsatzanstieg besonders durch Verbesserungen im Segment Tesa.
Kontakt zur Autorin: ulrike.dauer@wsj.com; @UlrikeDauer_
DJG/uxd/mgo
(END) Dow Jones Newswires
March 01, 2018 02:36 ET (07:36 GMT)
Copyright (c) 2018 Dow Jones & Company, Inc.
