BOCHUM (dpa-AFX) - Steigende Mieteinnahmen und der
milliardenschwere Conwert-Zukauf haben Deutschlands größtem
Immobilienkonzern Vonovia
Das operative Ergebnis - gemessen an der für die Branche wichtigen Kenngröße Funds from Operations I (FFO I) - erhöhte sich um gut ein Fünftel auf 920,8 Millionen Euro, wie die im Dax notierte Gesellschaft am Dienstag in Bochum mitteilte. Damit übertraf der Bochumer Immobilienkonzern seine Zielvorgabe hauchdünn.
Das Periodenergebnis legte leicht auf knapp 2,6 Milliarden Euro zu. Hier profitierte Vonovia von einer Aufwertung seines Immobilienvermögens. Das Management will die Dividende je Aktie nun wie geplant auf 1,32 Euro anheben nach 1,12 Euro ein Jahr zuvor.
Dem Immobilienkonzern Vonovia - der früheren Deutschen Annington - gehören bundesweit knapp 347 000 Wohnungen. Die Bochumer sind in den vergangenen Jahren vor allem durch Großübernahmen von Rivalen wie Gagfah, Süddeutsche Wohnen (Südewo) und Franconia stark gewachsen. Im vergangenen Jahr kam der Wiener Immobilienkonzern Conwert hinzu.
Die Mieteinnahmen stiegen im vergangenen Jahr um gut 8 Prozent auf 1,67 Milliarden Euro. Die Aufwendungen für die Instandhaltung und Modernisierung kletterten gleichzeitig auf 1,1 Milliarden Euro - das war ein Drittel mehr als 2016. Der Leerstand war weiter gering.
Den Ausblick für das laufende Jahr bestätigte das im deutschen
Leitindex Dax notierte Unternehmen: Vonovia peilt 2018 einen
operativen Gewinn (FFO I) zwischen 960 bis 980 Millionen Euro an.
Dabei ist der rund 5,2 Milliarden Euro teure Zukauf der
österreichischen Buwog
Vonovia will aber nicht nur über Übernahmen wachsen, sondern in den kommenden Jahren jährlich rund eine Milliarde Euro in Neubau, Dachaufstockungen und Modernisierungen stecken. Jährlich sollen so rund 2000 neue Wohnungen entstehen. Insgesamt kann der Immobilienkonzern laut Unternehmenschef Rolf Buch 30 000 Wohnungen auf eigenen Grundstücken bauen./mne/das/jha/
ISIN DE000A1ML7J1
AXC0034 2018-03-06/07:07
