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Wirtschaftskommentar des Mannheimer Morgen

Mannheimer Morgen zur geplanten neuen EU-Behörde 
 
Überschrift: Lieber alles zentralisieren 
 
Wer als Arbeitnehmer je eigene Erfahrungen mit der Mobilität in Europa gemacht hat, weiß, wie weit die Gemeinschaft von einem gemeinsamen Arbeitsmarkt noch entfernt ist. Denn vor dem Schreibtisch eines zuständigen Sachbearbeiters zählen in der Regel nicht europäische Richtlinien und Papiere, sondern erst einmal die nationalen Vorgaben. 
Die Idee einer EU-Behörde, die die Kenntnisse der Entsende-Regelungen oder der Nachweisrichtlinie für verlässliche Arbeitsbedingungen mitbringt, mag da plausibel erscheinen. Aber ein neues Amt ändert nichts an der tiefen Skepsis, die vielen Beschäftigten aus einem Nachbarland entgegenschlägt. Das mag verständlich sein, weil die örtlichen Agenturen sich viel zu oft im Dschungel irgendwelcher Bescheinigungen aus anderen Herkunftsstaaten verlieren. 
Doch dieses Problem löst keine neue EU-Behörde, sondern nur eine größere Anpassung der nationalen Zulassungsstellen an ein gemeinsames Niveau. Die bisher erkennbaren Versuche der EU-Kommission, Defizite in ihren bisherigen Richtlinien zu korrigieren, sind jedoch mangelhaft. Weil Brüssel von dem Denken, lieber alles zentralisieren und selber machen zu müssen, anstatt die Praxis der Mitgliedstaaten zu lockern oder gar zu öffnen, offenbar nicht wegkommt. 
 
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Redaktion 
 
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Redaktionssekretärin 
 
amarx@mamo.de 
T +49 (0) 621 392-1332 
F +49 (0) 621 392-261490 
Dudenstraße 12-26 
68167 Mannheim 
www.mannheimer-morgen.de 
 
Sitz der Gesellschaft und Handelsregister Mannheim, HRB 2664 
Geschäftsführung: Dr. Björn Jansen, Jost Bauer 
 

(END) Dow Jones Newswires

March 13, 2018 15:23 ET (19:23 GMT)

© 2018 Dow Jones News
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