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Wirtschaftskommentar des Mannheimer Morgen

Mannheimer Morgen fordert eine Entlastung der Stromkunden 
 
Überschrift: Steuer statt Umlage 
 
Es ist legitim, wenn eine Regierung Produkte oder Dienstleistungen mit Sondersteuern belegt, um einen bestimmten Zweck zu verfolgen. So hat ein Aufschlag auf Alkopops diese alkoholische Versuchung für Jugendliche praktisch aus dem Markt genommen. Auch die Stromsteuer entstand mit einem guten Hintergedanken. Sie sollte einen Anreiz schaffen, Energie einzusparen. Doch diese Lenkungswirkung ist heute nicht mehr gegeben - auch deshalb gehört sie abgeschafft. 
Die Abgabe macht für den einzelnen Haushalt wenige Euro im Monat aus. Doch trifft sie vor allem die Verbraucher mit geringen Einkommen besonders stark. Es gibt aber noch ein weiteres Argument gegen die Stromsteuer und alle weiteren Eigenheiten bei der Finanzierung der Energiewende: Ein großer Teil der Kosten für die Förderung erneuerbarer Energien wird per Umlage auf die privaten Haushalte abgewälzt. Von dieser EEG-Umlage bleibt ein Teil der Wirtschaft dagegen verschont. Ausgerechnet die, die am meisten Energie verbrauchen, kommen am besten weg. 
Das lässt sich politisch insofern rechtfertigen, als dass viele Unternehmen ansonsten international nicht mehr wettbewerbsfähig wären. Doch warum soll diese Art der Subvention ausgerechnet von den Verbrauchern finanziert werden? Gerechter wäre eine Steuerfinanzierung, bei der diejenigen mehr schultern, die auch mehr haben. Wenn die Verbraucher sehen, dass sie die Lasten der Energiewende weitgehend allein tragen müssen, wird die Akzeptanz womöglich noch weiter sinken. 
 
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Unsere Kommentare im Morgenweb: 
 
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MANNHEIMER MORGEN 
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Redaktion 
 
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Redaktionssekretärin 
 
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F +49 (0) 621 392-261490 
Dudenstraße 12-26 
68167 Mannheim 
www.mannheimer-morgen.de 
 
Sitz der Gesellschaft und Handelsregister Mannheim, HRB 2664 
Geschäftsführung: Dr. Björn Jansen, Jost Bauer 
 

(END) Dow Jones Newswires

March 14, 2018 15:52 ET (19:52 GMT)

© 2018 Dow Jones News
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2026 startet mit einem Paukenschlag: Der DAX outperformt den US-Markt, Nachzügler holen auf. Ein erstes Signal, dass der Bullenmarkt an Breite gewinnt. Während viele Anleger weiter auf die großen Tech-Namen setzen, hat sich im Hintergrund längst ein Umschwung vollzogen. Der Fokus verschiebt sich weg von überteuerten KI-Highflyern hin zu soliden Qualitätswerten aus der zweiten Reihe.

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