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Hat Gold als Anlageklasse noch Charme?

Schon allein aufgrund der unruhigen geopolitischen Zeiten müsste Gold als sicherer Anlagehafen doch eigentlich strahlen wie der Abendstern. Oder denken sie bei den Herren Trump, Putin oder Erdogan an Friedensengel?

Und den Finanz-Sozialismus in der Eurozone in seinem Lauf hält auch die Bundeskanzlerin nicht auf. Europa-Retter Macron will Europäische Integration über gemeinsame Bankeinlagensicherung und gemeinsame Sozialkassen sowie einen ausgabefreudigen Euro-Superfinanzminister erreichen. Je mehr sich Frau Merkel als Stabilitäts-Königin Europas dieser französischen Instabilitäts-Revolution beugen muss, umso mehr wachsen der Schuldenkultur Flügel.

Apropos Schulden, seit der Finanzkrise 2008 hat sich die Staatsverschuldung der großen Industrienationen nicht ab-, sondern weiter aufgebaut. Doch zeigt sich der Goldpreis überhaupt nicht beeindruckt. Er hat viele Gelegenheiten verpasst, zu steigen.

Wie stark sind die Gold-Handicaps?

Die Zinserhöhungen der Fed, ab und zu auch restriktive Töne der EZB und die zuletzt gestiegenen Anleiherenditen sind Erzfeinde von Gold, dass sich ja bekanntlich nicht vermehrt.

Aber ist über höhere Inflation tatsächlich auch mit nachhaltig steigenden Zinsen zu rechnen? Die Ölförderkürzungen der Opec haben zwischenzeitlich zwar zu rohstoffseitigem Preisdruck geführt. Doch drängen andere Ölförderländer wie Russland, die dringend auf höhere Staatseinnahmen angewiesen sind, auf Produktionsausweitung. Außerdem gibt es die Konterrevolution: Je höher der Preis für Opec-Öl, desto höher die Marge der Alternativfördermethode "Fracking", umso mehr wird gefrackt und umso mehr wird der Ölpreis wieder fallen. Außerdem, mit der Digitalisierung steht der nächste globale Inflationskiller schon bereit.

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© 2018 marktEINBLICKE
Vorsicht, geheim!
2026 startet mit einem Paukenschlag: Der DAX outperformt den US-Markt, Nachzügler holen auf. Ein erstes Signal, dass der Bullenmarkt an Breite gewinnt. Während viele Anleger weiter auf die großen Tech-Namen setzen, hat sich im Hintergrund längst ein Umschwung vollzogen. Der Fokus verschiebt sich weg von überteuerten KI-Highflyern hin zu soliden Qualitätswerten aus der zweiten Reihe.

Anleger, die jetzt clever agieren, setzen nicht auf das, was war, sondern auf das, was kommt. Unternehmen mit gesunder Bilanz, unterschätztem Potenzial und begrenztem Abwärtsrisiko könnten 2026 zu den großen Gewinnern zählen. Die Gefahr einer schärferen Korrektur bleibt real, gerade für passiv aufgestellte Investoren.

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