St. Gallen - Die Liquiditätsplanung ist ein zentrales Element der finanziellen Führung, gerade auch bei kleinen KMU und vor allem bei Startups. Dies wird jedoch vielfach nicht oder zu wenig beachtet - bis zu jenem Zeitpunkt, bei dem es dann vielfach (fast) zu spät ist. Eine Rettung ist in diesem Fall leider meistens nicht mehr zu bewerkstelligen.
80-90% der Konkurse in der Schweiz geschehen nicht primär aufgrund einer bilanziellen Überschuldung, sondern wegen eines Liquiditätsengpasses. Daher ist es von zentraler Bedeutung, dass sich gerade auch die kleineren und mittelgrossen Unternehmen um die Planung ihrer Liquidität (Cashflow) kümmern - dies am besten bereits vor der Firmengründung. Nur so wird man mit der Liquiditätsplanung vertraut, begreift die Wichtigkeit und kann frühzeitig mögliche Liquiditätsengpässe erkennen.
Ein Budget für ein Geschäftsjahr wird in den meisten Firmen erstellt, doch das zeigt lediglich die Gesamtsumme der Erträge und Aufwände in der betreffenden Periode auf, nicht jedoch, wann und in welchem Zeitraum diese liquiditätswirksam anfallen. Ebenso sind Investitionen, Desinvestitionen und Finanzierungen nicht im Budget enthalten. Sie haben aber einen grossen Einfluss auf die Liquidität - vor allem auch bei Startups.
Kurzfristige Liquiditätsplanung
Die Planung der Geldflüsse ist meistens eine kurz- bis mittelfristige Betrachtung und relativ unkompliziert. Sie erfasst einen Zeitraum von mindestens sechs bis maximal zwölf Monaten. Als Basis dient das vorab zu erstellende Budget. Danach wird bei den Erträgen prognostiziert, in welchem Zeitraum die Kundenzahlungen eingehen werden. Bei Firmen mit saisonal stark schwankenden Absätzen (z.B. Glacéproduzent, Skiproduktion etc.) ist dies besonders wichtig.
Als nächster Schritt müssen die Ausgaben zeitlich ...
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