Europas Börsen sind am Donnerstag nach einem freundlichen Start unter Druck geraten. Damit knüpften sie an den schwachen Vortag an, als Gewinnmitnahmen nach dem zuvor guten Lauf belastet hatten. Verantwortlich für die neuerlichen Kursabschläge war US-Präsident Donald Trump: Er sagte das im Juni geplante Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ab, über das es schon zuletzt Unsicherheiten gegeben hatte. Zudem goss Trump nach der jüngsten Entspannung im internationalen Handelsstreit durch eine Annäherung zwischen den USA und China mit dem Auftrag, Einfuhrzöllen auf ausländische Autos zu prüfen, wieder Öl ins Feuer.
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
Größter Verlierer aus Branchensicht waren am Donnerstag die
Autobauer und -zulieferer: Der Subindex im marktbreiten Stoxx Europe
600 sackte um 1,84 Prozent ab. Die Aktien der deutschen Hersteller
Daimler
Auch die Aktien von Öl- und Gaskonzernen machten ihren Besitzern wie schon tags zuvor wenig Freude: Der Branchenindex sank angesichts der weiter sinkenden Preise für den wichtigen Rohstoff um 1,55 Prozent.
Am besten hielt sich erneut der Index der als krisenresistent
geltenden Lebensmittel- und Getränkehersteller, der diesmal 0,86
Prozent gewann. Ihm half auch ein Bericht der Nachrichtenagentur
Bloomberg, wonach China ab dem 1. Juli die Importzölle auf viele
Konsumprodukte etwa aus dem Lebensmittel- und Kosmetikbereich senken
will. Der Spirituosenhersteller Diageo
Beim britischen Baumarktbetreiber Kingfisher
ISIN GB0001383545 FR0003500008 EU0009658145
AXC0365 2018-05-24/18:28
