Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
IWH: Deutscher Aufschwung schwächt sich ab
Der Aufschwung in Deutschland ist nach Einschätzung des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) "ins Stocken geraten". Ausschlaggebend sei ein schwächeres Exportgeschäft, erklärte das Institut. "Das Bruttoinlandsprodukt expandiert nach vorliegender Prognose im Jahr 2018 um 1,7 Prozent und im Jahr 2019 um 1,6 Prozent", erklärte Oliver Holtemöller, der Leiter der Abteilung Makroökonomik und Vizepräsident des IWH.
Was die Fed wirklich fürchtet
Die wichtigste Erkenntnis aus der jüngsten geldpolitischen Sitzung der Federal Reserve war nicht etwa, dass sie die Zinsen erhöht hat oder für die Zukunft mehr Zinsschritte plant als erwartet. Vielmehr konnten aufmerksame Marktteilnehmer beobachten, dass Fed-Chef Jerome Powell sich immer noch große Sorgen um den Zustand der Finanzmärkte macht.
Asylstreit zwischen Merkel und Seehofer schwelt weiter
Im Streit zwischen Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeichnet sich auch nach dem Krisentreffen im Kanzleramt keine Einigung ab. Seehofer und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wollen weiterhin, dass Asylbewerber, die bereits in einem anderen europäischen Land registriert sind, an der deutschen Grenze zurückgewiesen werden, wie die Nachrichtenagentur AFP aus CSU-Kreisen erfuhr.
Seehofer droht Merkel in Asylstreit mit "Alleingang"
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Streit um die Asylpolitik mit einem "Alleingang" gedroht. In der Sitzung der CSU-Bundestagsabgeordneten sagte Seehofer, er könne die Zurückweisungen von Flüchtlingen an der Grenze per Ministerentscheid durchsetzen, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Merkel lehnt diesen Schritt ab.
Fronten im Asylstreit verhärtet - Sondersitzung der Unionsfraktion
Die Fronten zwischen CSU und Kanzlerin Angela Merkel im Asylstreit sind nach dem nächtlichen Treffen der Parteispitzen verhärtet. Innenminister Horst Seehofer und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (beide CSU) seien nicht von ihrer Forderung abgerückt, bereits in anderen EU-Ländern registrierte Migranten an den deutschen Grenzen zurückzuweisen, berichtet die Bild-Zeitung.
Bundestagssitzung wird wegen Unionsstreit unterbrochen
Wegen des Streits von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) um die Zurückweisung von Flüchtlingen an der Grenze kommt es noch am späten Vormittag zu Sondersitzungen der Unions-Bundestagsfraktion. Um 11.30 Uhr finden getrennte Sitzungen der CDU und der CSU im Bundestag statt, hieß es aus Fraktionskreisen. Die Bundestagssitzung werde deswegen unterbrochen.
Laschet warnt vor Schnellschüssen im Asylstreit
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich im unionsinternen Streit um die Zurückweisung von Flüchtlingen an der Grenze hinter die Position von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für eine europäische Lösung gestellt und vor einem Wiederaufflammen unkontrollierter Zuwanderung bei einseitigen deutschen Maßnahmen gewarnt, wie sie Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) plant.
CDU-Präsidium stützt Merkels Position im Asylstreit
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat für ihren Kompromissvorschlag im Streit mit Innenminister Horst Seehofer (CSU) um die Zurückweisung von Flüchtlingen an der Grenze die Rückendeckung des CDU-Präsidiums erhalten.
Nahles fordert Union zu Ende der Streitigkeiten auf
Die SPD-Parteivorsitzende Andrea Nahles hat die Unionsparteien aufgerufen, "ihre internen Streitigkeiten möglichst bald zu beenden". Es gehe um sehr entscheidende Fragen", hob die Partei- und Fraktionschefin der Sozialdemokraten hervor. "Theaterstücke im Dienste von Landtagswahlen sind hier nicht angemessen." Es dränge sich der Eindruck auf, "dass es hier wirklich um eine zugespitzte Auseinandersetzung geht, um den Kurs, und das ist natürlich immer mit Personen und Führung verbunden."
Bundestag beschließt Einführung von Musterklage
Verbraucher sollen ihr Recht gegenüber Unternehmen wie im Dieselskandal künftig gesammelt wahrnehmen können. Der Bundestag beschloss in Berlin das Gesetz zur Einführung einer Musterfeststellungsklage. Klageberechtigt sollen dabei "besonders qualifizierte Einrichtungen" wie Verbraucherschutzverbände sein. Sie sollen die Klagen dann für eine Gruppe von Verbrauchern durchfechten, die sich in einem Register eintragen.
Kölner Verdächtiger soll "biologische Waffen" hergestellt haben
Die Bundesanwaltschaft wirft dem in Köln festgenommenen Tunesier vor, "vorsätzlich biologische Waffen hergestellt" zu haben. Der 29-Jährige habe sich ab Mitte Mai dieses Jahres über einen Internetversand Geräte und Substanzen zur Herstellung von hochgiftigem Rizin beschafft, unter anderem tausend Rizinussamen und eine elektrische Kaffeemühle, teilte der Generalbundesanwalt in Karlsruhe mit. Anfang Juni sei es Sief Allah H. gelungen, das Gift herzustellen.
Polizei geht bundesweit gegen Internethetzer vor
Die Polizei ist am Donnerstag bundesweit gegen Hasskommentare im Internet vorgegangen. In zehn Bundesländern gab es Wohnungsdurchsuchungen, Vernehmungen und weitere Maßnahmen gegen insgesamt 29 Beschuldigte, wie das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden mitteilte. Den mutmaßlichen Tätern wird vorgeworfen, strafbare Hasskommentare im Internet gepostet zu haben - darunter die öffentliche Aufforderung zu Straftaten, antisemitische Beschimpfungen oder fremdenfeindliche Volksverhetzungen.
EU-Einigung bei Zielvorgabe für Anteil erneuerbarer Energien
Bis 2030 muss knapp ein Drittel der in der EU genutzten Energie aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Auf diese Vorgabe einigten sich das Europaparlament und die Mitgliedstaaten bei Verhandlungen in Brüssel, wie EU-Klimakommissar Miguel Arias Cañete mitteilte. Die Unterhändler beschlossen außerdem einen phasenweisen Ausstieg aus der Verwendung von Palmöl in Biosprit bis 2030.
+++ Konjunkturdaten +++
Schweden Mai Verbraucherpreise +0,2% gg Vormonat
Schweden Mai Verbraucherpreise PROGNOSE: +0,2% gg Vormonat
Schweden Mai Verbraucherpreise +1,9% gg Vorjahr
Schweden Mai Verbraucherpreise PROGNOSE: +1,9% gg Vorjahr
GB/Einzelhandelsumsatz Mai +1,3% gg Vm; +3,9% gg Vj
GB/Einzelhandelsumsatz Mai PROG: +0,3% gg Vm; +2,2% gg Vj
GB/Einzelhandelsumsatz ex Kraftstoffe Mai +1,3% gg Vm; +4,4% gg Vj
DJG/DJN/AFP/apo
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June 14, 2018 07:30 ET (11:30 GMT)
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