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14.06.2018 | 16:25
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HSH Nordbank·Mehr Nachrichten von HSH Nordbank

EUR/USD Das Währungspaar EUR/USD notiert im Wochenvergleich nahezu unverändert bei 1,181. Die US-Notenbank Fed erhöhte gestern auf ihrer Zinssitzung den Leitzins um 25 Basispunkte auf das neue Zielband von 1,75-2,00 % und ihre Projektionen zeigen im Median nun vier Zinsschritte für 2018 an. Darüber hinaus hat das FOMC die "forward guidance" aus dem Statement gestrichen Jedoch zeigten sich die Anleger wohl von der Aussage des Fed-Chef Powell verunsichert, dass ein vorübergehendes Überschießen der Inflation über das Ziel von 2 % möglich sei. Zudem dürfte sich der Fokus der Anleger auf die heute stattfindende EZB-Pressekonferenz richten, von der sich zahlreiche Marktteilnehmer schon heute richtungsweisende Aussagen zum Ende des QE-Programms erhoffen. Die Erwartungen wurden dadurch bestärkt, dass der EZB-Chefvolkswirt Peter Praet in der vergangenen Woche ankündigte, dass Diskussionen über das Ende des QE-Programm Bestandteil der Ratssitzung sein werden. Wir rechnen damit, dass die Notenbank auf ihrem Treffen verkündet, das QE-Programm zum Jahresende zu beenden und im Schlussquartal das Volumen der Ankäufe auf 10 oder 15 Mrd. Euro pro Monat reduziert. Eine solche Ankündigung sollte EUR/USD oberhalb von 1,18 festigen. Zudem dürfte sich die für morgen (15.6) erwartete Ankündigung, ob und welche Güter aus China mit Zöllen belegt werden sollen, negativ auf den Greenback auswirken. Denn kommt es zu Gegenmaßnahmen der chinesischen Regierung im gleichen Umfang, ist mit einer Eskalation des Handelskonflikts zu rechnen. Diese Erwartung ist jedoch mit hoher Unsicherheit behaftet. Möglicherweise könnte die Ankündigung auch kurzfristig Inflationsängste schüren, wodurch Marktteilnehmer auf ein schnelleres Vorgehen der Fed spekulieren könnten und der US-Dollar dadurch kurzfristig nochmals gestützt würde.

EUR/GBP: Seit letzter Woche konnte der Euro gegenüber dem Pfund etwas an Boden gewinnen. Zuletzt notierte das Währungspaar bei 0,881 und somit 0,57 % höher als in der Vorwoche. Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf die weiterhin hohe politische Unsicherheit durch die Brexit-Verhandlungen. In den Abstimmungen im Unterhaus am Dienstag (12.06.) konnte Theresa May eine Niederlage zwar vermeiden, der Preis dafür ist jedoch noch nicht absehbar. Eine Niederlage in der Abstimmung über den sogenannten "meaningful vote"-Passus hätte die Premierministerin in ihrer Position weiter geschwächt. Dieser besagt, dass im Fall einer Ablehnung des Austrittsgesetzes im Unterhaus das Unterhaus die Kontrolle über die Verhandlungen bekommen würde. Trotzdem ist jetzt davon auszugehen, dass das Parlament bei einer Ablehnung des Austrittgesetztes mehr Befugnisse hat als jetzt, da die Niederlage in der Abstimmung nur durch Zugeständnisse an einige pro-europäische Tories abgewehrt werden konnte. Die Handlungsfähigkeit der Regierung in Sachen Brexit bleibt vor dem EU-Gipfel am 28.06. ungewiss und wird so weiterhin Druck auf das Pfund ausüben. An der Konjunkturfront sah es teilweise etwas freundlicher aus. So stiegen die durchschnittlichen Wochenlöhne im April weiter an (+ 2,4% ggü. März) und die ILO-Arbeitslosenquote blieb bei niedrigen 4,2 %. Der unerwartet starke Rückgang der Industrieproduktion im April (-0,8 %) verstärkt die Sorgen um das britische Wachstum im zweiten Quartal und erhöht damit die Wahrscheinlichkeit, dass die BoE im August auf einen Zinsschritt verzichtet.


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