Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
RWE-Chef verlangt mehr Tempo bei der Energiewende
Der Chef des Essener Stromkonzerns RWE, Rolf Martin Schmitz, verlangt mehr Tempo bei der Energiewende. "Wenn es gelingt, den Ausbau der Erneuerbaren zu beschleunigen und den Netzausbau voranzubringen, dann wird zwangsläufig die Kohle im gleichen Tempo reduziert", sagte Schmitz der Süddeutschen Zeitung (Montagsausgabe). RWE ist der größte Erzeuger von Braunkohlestrom in Deutschland, hat aber gerade mit Konkurrent Eon die Übernahme von dessen Ökostrom-Sparte vereinbart. Die Zeit der fossilen Energie werde "absehbar enden", sagte Schmitz. (Süddeutsche Zeitung S.18)
GENERAL MOTORS - Der US-Automobilkonzern General Motors (GM) macht schwerwiegende Vorbehalte gegen die Absicht des US-Präsidenten Donald Trump geltend, Importe von Autos und Autoteilen mit Zöllen von mindestens 20 Prozent zu belegen. Solche Schutzzölle bedrohten US-Arbeitsplätze und könnten GM sogar zur Schrupmpfung zwingen. Die Zölle würden die Wettbewerbsfähigkeit unterminieren, indem sie die Kosen für die Beschaffung von Teilen aus der ganzen Welt nach oben trieben. Das Unternehmen sei dann nicht mehr in der Lage, mit Wettbewerbern aus Niedriglohnländern zu konkurrieren. (FAZ S. 15)
HELLA - Rolf Breidenbach, Chef des Lichtspezialisten Hella, betrachtet den Umbruch in der Automobilbranche als große Chance. "Bei Elektronik und Licht sehen wir uns sehr gut positioniert - beides profitiert stark vom Trend zu Elektroantrieb und autonomen Fahren. Vom Verbrennungsmotor selbst hängen weniger als fünf Prozent unseres Gesamtumsatzes ab". (Handelsblatt S. 20)
AKASOL - Der Darmstädter Batteriesystemanbieter Akasol hat am Freitag bei seinem Börsendebüt in Frankfurt kräftige Kursgewinne verzeichnet. Das Initial Public Offering (IPO) brachte insgesamt 118 Millionen Euro ein. Akasol und die begleitenden Banken hielten in den vergangenen Tagen weiter Kurs auf die Börse, obwohl die Volatilität - sprich die Schwankungsanfälligkeit der Kurse - wegen der Handelskonflikte in der Welt zugenommen hatte. "Der Börsengang war seit Ende 2017 unser erklärtes Ziel. Mit den frischen Finanzmitteln kann ich das Wachstum finanzieren und gleichzeitig unabhängig bleiben", sagt der 42 Jahre alte Vorstandschef im Gespräch mit dem Handelsblatt. Sein Börsendebüt hatte beste Voraussetzungen, denn Schulz und seine Akasol liegen voll im Zeitgeist: Alternativen Antrieben gehört die Zukunft. (Handelsblatt S. 44)
AIR BERLIN - Die Gläubiger der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin wollen einem Bericht zufolge den ehemaligen Miteigentümer Etihad auf zwei bis drei Milliarden Euro verklagen. Weil aber kein Geld für einen Prozess vorhanden ist, soll dieser von einem Hedgefonds finanziert werden, wie die "Bild am Sonntag" berichtete. Einen entsprechenden Vertrag solle Insolvenzverwalter Lucas Flöther in den nächsten Wochen abschließen. Intern werde mit Kosten von zehn bis 30 Millionen Euro gerechnet. (Welt S. 9)
AEGEAN - Griechenlands Tourismusbranche erwartet ein neues Rekordjahr. Aegean Airlines, die einzige größere Fluglinie Griechenlands, ist damit prädestiniert, zum Nutznießer dieses griechischen Erfolgs zu werden. "Heute erscheinen wir in einer günstigen Ausgangsposition, aber es war unendlich hart, überhaupt an diese Stelle zu gelangen", sagt Dimitris Gerogiannis, Geschäftsführer der Fluglinie. Nun hat Aegean bis zu 42 Airbus-Flugzeuge in einem Gesamtwert von 5 Milliarden Dollar bestellt. (FAZ S. 18)
FWW - Amerikals größter Panzerhersteller General Dynamics will vom Reparaturstau im Flottenpark der Bundeswehr profitieren. Nach WELT-Recherchen plant der US-Konzern, über seine Europa-Tochter bei der Firma FWW Fahrzeugwerk in Neubrandenburg einzusteigen. FWW ist ein Instandsetzungsbetrieb für Ketten- und Radfahrzeuge und repariert unter anderem Leopard-Panzer, den Transportpanzer Boxer oder den Fuchs-Spürpanzer für die britischen Streitkräfte. Firmenchef und FWW-Eigentümer Thomas Bockhold bestätigte auf Anfrage die beim Bundeskartellamt angemeldeten Übernahmepläne. (Welt S. 11)
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July 02, 2018 00:43 ET (04:43 GMT)
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