Anzeige
Mehr »
Donnerstag, 12.02.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Top-Ergebnisse: 1,75 g/t Gold über 30,4 Meter + massives Tagebau-Potenzial
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
161 Leser
Artikel bewerten:
(0)

Unions-Fraktionsvize Linnemann fordert Kompromiss von Merkel und Seehofer

Von Andreas Kißler

BERLIN (Dow Jones)--Unions-Fraktionsvize Carsten Linnemann (CDU) hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und CSU-Chef Horst Seehofer aufgefordert, im Asylstreit verantwortungsbewusst zu handeln und einen Kompromiss zu finden. "Das ist Demokratie, und da müssen sich beide bewegen", verlangte Linnemann im ZDF-Morgenmagazin. "Beide müssen aufeinander zugehen."

Man brauche einen "Wendepunkt", und Merkel wie Seehofer müssten nun ihrer Führungsverantwortung nachkommen. Komme es zu einem Rücktritt Seehofers, dann sei "alles offen", erklärte der CDU-Abgeordnete. "Wenn es hier zu einem Bruch kommt, dann haben wir eine Situation wie in Italien", warnte Linnemann vor dem Erstarken populistischer Parteien. Der Streit sei mittlerweile" eine politische Frage", die nur Merkel und Seehofer lösen könnten.

Der CDU-Vorsitzende Thüringens, Mike Mohring, schloss eine Lösung der Unions-Krise durch die Gremien ebenfalls aus. "Auflösen können das jetzt nur noch Angela Merkel und Horst Seehofer persönlich", sagte er der Bild-Zeitung. Eine Spaltung der Union halte er für unmöglich. "Wir sind zur Einigkeit verdammt", sagte Mohring. Er hoffe aber, dass sich "beide so miteinander finden, dass sie ihrer Führungsverantwortung nachkommen". Den "Crash-Kurs" Seehofers könne er nicht nachvollziehen.

Um im Asylstreit seinen Rücktritt und womöglich eine Staatskrise in Deutschland zu vermeiden, will CSU-Chef Horst Seehofer am Montag noch einmal mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verhandeln. "Wir werden heute mit der CDU nochmal ein Gespräch in Berlin führen in der Hoffnung, dass wir uns verständigen", hatte Seehofer in der Nacht nach rund zehnstündigen Beratungen in München gesagt. Dem ZDF zufolge ist das Gespräch für 17 Uhr geplant. Zuvor sollen sich demnach um 14 Uhr die Abgeordneten der Fraktion treffen.

Linnemann forderte, dies müsse eine gemeinsame Sitzung der Fraktion sein. Es sei "klar ein Fehler" gewesen, dass die Fraktionen bei Ausbruch der Krise getrennt getagt hätten. Dazu muss es kommen", forderte Linnemann eine gemeinsame Fraktionssitzung. "Ich will sowas nicht noch mal erleben."

Habeck: Grüne immer zu Verantwortung bereit 
 

Die SPD zeigte sich unterdessen in der Sendung entsetzt über die Entwicklung im Asylstreit zwischen CDU und CSU. "Das ist eine hohe Belastung für die Demokratie in Deutschland", sagte Fraktionsgeschäftsführer Carsten Schneider. "Das ist schon ein Test dessen, wie widerstandsfähig wir auch sind." Die CSU mache den Eindruck, "sie ist für ein geschlossenes, autoritäres Staatsmodell", währen die CDU noch für ein offenes, demokratisches Modell sei. "Von daher bin ich einigermaßen entsetzt über das Schauspiel, das sich da abspielt," sagte Schneider.

Grünen-Chef Robert Habeck sah in der Sendung Seehofers Rücktrittsankündigung als "weiteres Zeichen der Schwäche" an. "Die CSU hat sich in eine Sackgasse manövriert", konstatierte Habeck. Seehofers "Rücktritt vom Rücktritt" sei eigentlich ein weiteres Ultimatum. Mit Blick auf eine mögliche Regierungsbeteiligung der Grünen erklärte der Parteichef: "Wir sind immer bereit, Verantwortung zu übernehmen, wenn es sich lohnt, wenn daraus eine stabile Regierung werden kann, die natürlich auch eine grüne Regierung sein muss." Die Tolerierung einer möglichen Minderheitsregierung lehnte er ab.

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter forderte Seehofer unterdessen dazu auf, seinen angebotenen Rücktritt nun auch zu vollziehen. Der Bundesinnenminister "hat sich verzockt und kann nicht mehr ernst genommen werden", sagte Hofreiter der Funke Mediengruppe. "Wer so fahrlässig und egoistisch mit seiner Verantwortung fürs Land umgeht, kann sein Ministeramt nicht mehr verantwortungsvoll ausüben."

(Mitarbeit: Christian Grimm)

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/hab

(END) Dow Jones Newswires

July 02, 2018 02:52 ET (06:52 GMT)

Copyright (c) 2018 Dow Jones & Company, Inc.

© 2018 Dow Jones News
Favoritenwechsel
Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

Gleichzeitig vollzieht sich an der Wall Street ein lautloser Favoritenwechsel. Während viele auf Wachstum setzen, feiern Value-Titel mit verlässlichen Cashflows ihr Comeback: Telekommunikation, Industrie, Energie, Pharma – die „Cashmaschinen“ der Realwirtschaft verdrängen hoch bewertete Hoffnungsträger.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Aktien vor, die genau in dieses neue Marktbild passen: solide, günstig bewertet und mit attraktiver Dividende. Werte, die nicht nur laufende Erträge liefern, sondern auch bei Marktkorrekturen Sicherheit bieten.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Value-Zug 2026 endgültig abfährt!

Dieses exklusive PDF ist nur für kurze Zeit gratis verfügbar.
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.