Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
DEUTSCHE BÖRSE - Die Deutsche Börse und ihre europäischen Konkurrenten haben mit Preiserhöhungen für Marktdaten viele Kunden gegen sich aufgebracht. Nun prüfen die Finanzmarktaufsicht Esma und die EU-Kommission, ob die Firmen ihre Marktstellung missbrauchen. Für die Börsen stellen die Untersuchungen der Behörden eine große Bedrohung dar. Denn sollten diese am Ende härtere Auflagen erlassen, würden sich die Chancen in einem wichtigen Geschäftssegment deutlich eintrüben. (Handelsblatt S. 28)
DEUTSCHE BAHN - Die Deutsche Bahn gibt trotz deutlich steigender Investitionen wesentlich weniger für ihre Infrastruktur aus als andere Länder in Europa. Mit 69 Euro pro Einwohner liegt die Bahn nur auf den hinteren Rängen im Europa-Ranking, wie aus einer Aufstellung der Allianz pro Schiene und der Unternehmensberatung SCI hervorgeht. Sie soll an diesem Donnerstag in Berlin vorgestellt werden. Die Schweiz komme als Spitzenreiter auf 362 Euro pro Einwohner, auch Österreich (187 Euro), Schweden (183 Euro) und Großbritannien (165 Euro) lassen sich die Erneuerung des Schienennetzes mehr kosten als der deutsche Staatskonzern. Nur Spanien (32 Euro) und Frankreich (38 Euro) investieren noch weniger als Deutschland. (Tagesspiegel)
GOOGLE - Rund ein Jahr nach der bisher höchsten Einzelstrafe, die die EU je gegen ein Unternehmen wegen Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht verhängt hat, droht der Google-Mutter Alphabet der nächste Schlag. In Brüssel verdichten sich seit Wochen die Anzeichen, dass die Kommission erneut eine rekordhohe Geldbuße gegen den US-Internetkonzern verhängen wird. Diesmal geht es um Missbrauch der Marktmacht im Zusammenhang mit dem weltweit dominierenden Smartphone-Betriebssystem Android, das zweite von insgesamt drei Verfahren, die die EU-Wettbewerbshüter gegen den Konzern initiiert haben - und vermutlich das wichtigste. (Börsen-Zeitung S. 8/Welt S. 9)
KETTLER - Der inzwischen stark geschrumpfte Freizeitartikelhersteller Kettler soll einen neuen Eigner bekommen, dennoch kann die Übernahme noch nicht verkündet werden. Bereits vor mehr als zwei Wochen hatte der Gewerkschaftler Alfons Eilers sich weit aus dem Fenster gelehnt: Zu 95 Prozent würde es klappen, verkündete er. Jetzt sagt er etwas kleinlaut in der Schützenhalle, es seien nun 97 Prozent, bei Kettler brauche man aber 110 Prozent. (Handelsblatt S. 20)
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July 12, 2018 00:25 ET (04:25 GMT)
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