Der internationale tätige Essenslieferdienst Delivery Hero will expandieren. Delivery Hero könnte nicht nur andere Dinge als heißes Essen liefern, damit würde bereits experimentiert, sondern künftig auch Zutaten zum Selbstkochen. "Für uns wäre es eher sinnvoll, wenn unsere Restaurants den Kunden die Zutaten für ihr Lieblingsessen zusammenstellen und liefern, damit der Kunde es auch daheim zubereiten kann", sagte Vorstandschef Niklas Östberg der "SZ".
Die Lieferung von Kochboxen sind bisher das Geschäftsmodell von Hello Fresh.
Weiter sagte Östberg, die Aktie könnte noch deutlich zulegen. "Vielleicht ist Delivery Hero irgendwann mal 80 Milliarden Euro wert, wir haben ja noch Zeit, um alle unsere Möglichkeiten ausnutzen. Es wird noch Überraschungen geben", so der Vorstandschef. Der Börsenwert liegt derzeit zwischen 8,5 und 9 Milliarden Euro. Zuletzt ging der Kurs der MDax-Aktie nach unten, nachdem das Erreichen der Gewinnzone verschoben und gleichzeitig die Investitionen erhöht wurden.
Zur Kritik an den unzureichenden Arbeitsbedingungen für die Kurierfahrer des Lieferdienstes sagte Östberg: "Die Tätigkeit als Vollzeitjob wäre für viele unserer Lieferfahrer tatsächlich nicht einfach, das stimmt. Aber die meisten wollen sich nur etwas dazu verdienen, als Teilzeitjob, neben dem Studium mit dem Rad fahren, sie haben gerne große Flexibilität, sie arbeiten einen halben Tag, mal zwischendurch eben." Inzwischen würde die Firma auch die Kleidung für die Mitarbeiter stellen und bei Fahrradreparaturen helfen. Die größten Wettbewerber im deutschen Liefergeschäft würden aber noch immer "machen, was sie wollen". Sie beschäftigten anders als Delivery Hero freie Mitarbeiter, zu schlechteren Bedingungen. Östberg: "Wir haben höhere Kosten, aber denselben Preis für den Kunden. Wir brauchen klare Regelungen für alle."
DJG/hru
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August 05, 2018 10:48 ET (14:48 GMT)
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